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	<title>Orkpiraten</title>
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	<description>Thinking aloud...</description>
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		<title>Peter Rath — das Autorenportrait</title>
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		<pubDate>Wed, 16 May 2012 10:16:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>JollyOrc</dc:creator>
				<category><![CDATA[playing]]></category>
		<category><![CDATA[books]]></category>
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		<description><![CDATA[Ich brauche ja einen neuen Charakter für Karstens Dresden Files Runde. Das High Concept ist „Autor, der von seinen Fans lebt“ — mal schauen, was im Spiel draus wird :) Peter Rath ist zwar kein Superstar in der Literaturszene, aber innerhalb seiner Nische des “Urban Fantasy”-Genres ist er der meistgelesene deutsche Autor. Seine Buchreihe “Chronicles [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich brauche ja einen neuen Charakter für <a href="http://richtig.spielleiten.de/2012/05/13/ein-missgluckter-abend/">Karstens Dresden Files Runde</a>. Das High Concept ist „Autor, der von seinen Fans lebt“ — mal schauen, was im Spiel draus wird :)</p>
<blockquote><p><em>Peter Rath ist zwar kein Superstar in der Literaturszene, aber innerhalb seiner Nische des “Urban Fantasy”-Genres ist er der meistgelesene deutsche Autor. Seine Buchreihe “<a href="http://tanelorn.net/index.php/topic,65654.0.html">Chronicles of Hirt</a>”, in der die übernatürlichen Abenteuer des “Killers mit Herz und Schnauze” Jan Hirt beschrieben werden haben ihm eine treue Fangemeinde beschert.</em></p>
<p><em>Grund genug, um dem charismatischen Autor ein ausgiebigeres Portrait zu widmen.</em></p>
<p><em>Wir treffen Rath in einem Straßencafé im Herzen Hamburgs. Das Umschlagbild wird dem großen schlanken Mann mit den lachenden Augen nur schwer gerecht — allerdings wird im Klappentext jedes seiner Bücher behauptet, dass er das “Kind einer Hexe und eines Vampirs” sei, das “während seiner Studienzeit als Model, Übersetzer und Synchronsprecher für Pornofilme” gejobbt hätte. Nun, gerade in dem von ihm gewählten Genre sind Biographien selten bodenständig authentisch, und so sind wir auch nicht enttäuscht als uns der “Vampir” allen Klischees zum Trotz einen Tisch auf der Sonnenterrasse des Cafés aussucht.<span id="more-3744"></span></em></p>
<p><strong>Herr Rath,</strong></p>
<p>Nennen Sie mich ruhig Peter.</p>
<p><em>Peter Rath lächelt entwaffnend und streicht sich eine hellrote Haarsträhne aus dem Gesicht. Zumindest den “Model” Eintrag aus seiner Biographie möchte man in solchen Momenten glauben.</em></p>
<p><strong>Gut, Peter, die “Chronicles of Hirt” sind im Genre der deutschen Urban Fantasy der Bestseller — warum gibst Du jetzt die so beliebte Hauptfigur auf?</strong></p>
<p>Wie meinte meine Tante immer so schön? “Ein Gentleman hört auf, bevor nichts mehr übrig ist”. Ich wollte die Figur Jan Hirts nicht literarisch totreiten, sondern lieber einen Schnitt machen, bevor es unschön wird.</p>
<p><strong>Wirst Du Dich jetzt einem anderen Genre widmen?</strong></p>
<p>Das weiss ich noch nicht. Die Jan-Hirt-Bücher schrieben sich fast wie von selbst — manchmal war mir so, als ob ich nur aufschreiben musste, was eh schon passiert ist. Schauen wir einfach mal, vielleicht erleben die bisherigen Nebenfiguren jetzt eigene Abenteuer?</p>
<p><strong>“aufschreiben, was eh schon passiert ist” — das ist ein gutes Stichwort. Die Bücher reflektieren häufig aktuelle Ereignisse, und erschienen bislang fast immer sehr kurz nach ihrem Eintreten. Wie machst Du das?</strong></p>
<p><em>Peter lacht.</em></p>
<p>Ach, das ist einfach: Ich schreibe unglaublich schnell!</p>
<p><em>Er tippt mit den Fingern auf einer imaginären Tastatur, und tatsächlich scheinen sie förmlich in der Luft zu verschwimmen, so schnell bewegen sie sich.</em></p>
<p>Nein, im Ernst: Die Nachrichten inspirieren mich, gerade so unglaubliche Ereignisse wie das Erdbeben und anschließende Versinken von Sylt -</p>
<p><strong>- das Du in “<a href="http://tanelorn.net/index.php/topic,65654.msg1321910.html#msg1321910">Standing inside the Fire</a>” dadurch erklärt hast, dass ein Drache unter Sylt erwacht sei -</strong></p>
<p>- genau. Also, solche Ergeignisse sind viel zu faszinierend, als dass ich sie einfach ignorieren könnte. Ursprünglich sollte der Drache ja in einem Berg leben, aber das fand ich dann doch viel spannender. Im Endeffekt konnte ich so auch einen schönen Bogen zum ersten Hirt-Buch “<a href="http://tanelorn.net/index.php/topic,65654.msg1298074.html#msg1298074">Standing outside the Fire</a>” schlagen, wo Jan erstmals auf das Team um Frau Maske traf.</p>
<p><strong>Die beiden “Fire”-Bücher und der dritte Band der Chroniken “<a href="http://tanelorn.net/index.php/topic,65654.msg1367175.html#msg1367175">Toymaker</a>” sind ja leider gar nicht mehr zu haben. Neue Fans beginnen die Sage heute ja erst mit “<a href="http://tanelorn.net/index.php/topic,65654.msg1392990.html#msg1392990">Edinburgh Blues</a>”. Wieso ist das so?</strong></p>
<p><em>Peters sonst so sonnige Miene verdüstert sich einen Moment.</em></p>
<p>Ah, das ist ein wunder Punkt. Die ersten vier Bücher erschienen in einem mittlerweile insolventen Verlag. Leider sind die exklusiven Veröffentlichungsrechte dann in die Konkursmasse geflossen — und der neue Eigner, die Syltvanas Firmengruppe scheint nicht gewillt zu sein, sie zu veröffentlichen. Es schmerzt natürlich, aber was will man machen? Natürlich habe ich mit einem Vertreter der Firmengruppe gesprochen, aber bislang haben wir uns nicht einigen können. Und ganz ehrlich — so sehr es schmerzt, ich verbringe lieber Zeit mit meiner Familie und mit meinen Fans.</p>
<p><strong>Du bist also ein Familienmensch?</strong></p>
<p>Soweit es mir neben der Arbeit, dem Schreiben und den regelmäßigen Promotionsreisen, möglich ist. Meine Tochter und mein Lebensgefährte sind mein ein und alles. Auch wenn mir die Kleine langsam über den Kopf wächst.</p>
<p><em>Er lacht, und zeigt kurz das Bild eines entzückenden Teenagermädchens.</em></p>
<p>Sie kommt allmählich in das Alter, wo sie lieber andere Jungs als ihre beiden Väter sehen will. Natürlich sind wir da kritisch, aber man soll den Kindern ja auch ihre Freiheiten lassen.</p>
<p>Zu der Familie meines Vaters habe ich hingegen kaum noch Kontakt: Ich bin zwar bei meiner Tante aufgewachsen, aber es gab da einige.. Differenzen, nicht zuletzt durch die Wahl meines Studienfaches.</p>
<p><strong>Du bist Historiker.</strong></p>
<p>Ja. Meiner Tante wäre es sicher lieber gewesen, wenn ich Betriebswirtschaft, oder zumindest Jura studiert hätte. Die Familie besitzt diverse kleine und mittelständische Betriebe hier in Hamburg und Berlin. Aber meine Interessen lagen schlicht anders. Leider führte das letztendlich zu einem Bruch. Kein Streit, aber, naja, ein Auseinanderleben.</p>
<p><strong>Aber zurück zu Deinem Büchern: Du bist ein deutscher Autor, schreibst Deine Bücher auch in deutscher Sprache — dennoch tragen sowohl die Reihe, und auch alle Bücher einen englischen Titel.</strong></p>
<p>Ursprünglich hatte ich ja gar nicht geplant, überhaupt etwas zu veröffentlichen. Das erste Hirt Buch entstand im Rahmen von Recherchen zur Historie von Sylt, und die verkannte Rolle der Insel in der Artus-Sage.</p>
<p>Als das Buch dann fertig war, meinte mein Mann, dass es schade sei, dass ich nicht auf englisch schreibe. “Chronicles of Hirt” wäre doch ein viel zu schönes Wortspiel. Im zuliebe habe ich es dann einfach beibehalten, und irgendwie kamen dann so auch die restlichen englischen Titel zustande.</p>
<p><strong>Wann können wir denn mit dem nächsten Buch rechnen?</strong></p>
<p>Ach, da muss mich erst die Inspiration treffen. Zunächst steht erst einmal eine längere Rundreise durch Deutschlands Buchläden an, die Promotionstour für “<a href="http://tanelorn.net/index.php/topic,65654.msg1528627.html#msg1528627">Dead Man Walking</a>”, danach schauen wir einfach mal weiter.</p>
<p><strong>Wir freuen uns auf jeden Fall schon sehr. Herr Rath, vielen Dank für das Gespräch.</strong></p></blockquote>
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		<title>Gesetze…</title>
		<link>http://www.orkpiraten.de/blog/gesetze</link>
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		<pubDate>Thu, 10 May 2012 15:32:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>JollyOrc</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politics]]></category>
		<category><![CDATA[thinking]]></category>
		<category><![CDATA[piratenpartei]]></category>

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		<description><![CDATA[Seit einigen Tagen geht mir ein Gedanke durch den Kopf. Jens Seipenbusch hat offensichtlich ähnliche, denn er fragt im Zeit-Gespräch mit Jan Hegemann: Warum haben Jugendliche kaum Skrupel, Filesharing zu machen, aber erhebliche, im Laden zu klauen? Die beiden diskutieren da auf hohem Niveau aneinander vorbei, und im Grunde berühren sie den Gedanken, nur am [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit einigen Tagen geht mir ein Gedanke durch den Kopf. Jens Seipenbusch hat offensichtlich ähnliche, denn <a href="http://www.zeit.de/2012/18/Piratenpartei-Streitgespraech/komplettansicht">er fragt im Zeit-Gespräch mit Jan Hegemann</a>:</p>
<blockquote><p>Warum haben Jugendliche kaum Skrupel, Filesharing zu machen, aber erhebliche, im Laden zu klauen?</p></blockquote>
<p>Die beiden diskutieren da auf hohem Niveau aneinander vorbei, und im Grunde berühren sie den Gedanken, nur am Rande, aber das Ganze ist schon lesenswert.</p>
<p>Aber diese eine Frage, die legt den Finger in die Wunde. Die Wunde, von der ich spreche ist die Diskrepanz zwischen dem, was von einem signifikanten Teil der Gesellschaft als legitim angesehen wird, und dem, was legal ist.</p>
<p>Unsere Gesetze sind ja nicht Selbstzweck, sondern der in Paragraphen gegossene Konsens darüber, wie wir als Gesellschaft funktionieren wollen. Wir wollen nicht, dass man uns verletzt oder umbringt, daher stellen wir das unter Strafe. Wir finden nichts dabei, wenn sich Leute morgens ein Brötchen schmieren, also ist das erlaubt.  Da wir nicht bei jeder Handlung des täglichen Lebens mit Polizisten, Anwälten und Richtern zu tun haben wollen, sind all diese Gesetze für den Ausnahmefall da, wo wir uns nicht sofort einig sind.</p>
<p>Gesetze sind quasi die Notbremse, die wir ziehen, wenn das normale Miteinander in der Gesellschaft aus irgendeinem Grund gerade nicht funktioniert. Normalerweise gehe ich in den Garten, stelle den Grill auf und mache mir etwas zu essen. Dabei berücksichtige ich nach Möglichkeit, dass der Rauch nicht in das Schlafzimmer meiner Nachbarn zieht. Das mache ich, auch ohne dafür das korrekte Gesetz zitieren zu können, weil das einfach so Konsens ist. „Das macht man so“.</p>
<p>Problematisch wird es, wenn der kodifizierte, in Gesetze gegossene Konsens von dem Empfinden der Menschen abweicht. Irgendwann haben wir zum Beispiel aufgehört, Ehebruch unter Strafe zu stellen, bis das aber soweit war, gab es viele Konflikte. Der Konsum von „weichen“ Drogen ist auch so ein Fall, wo wir gerade mitten im Umbruch sind.</p>
<p>Und der ganze Themenkomplex Urheberrecht eben auch. Da gibt es ganz offensichtlich einen tiefen Bruch im „Gerechtigkeitsempfinden“. Diesen jetzt mit dem Verweis auf die Gesetzeslage wegwischen zu wollen hilft niemanden. Denn das Problem ist ein soziales, wir haben einen fehlenden Konsens darüber, was gerecht ist. Diesen Konsens müssen wir wieder herstellen, ansonsten ist jedes Gesetzesvorhaben von vornherein gescheitert.</p>
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		<title>Christen in der Piratenpartei?</title>
		<link>http://www.orkpiraten.de/blog/christen-in-der-piratenpartei</link>
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		<pubDate>Wed, 02 May 2012 18:43:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>JollyOrc</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politics]]></category>
		<category><![CDATA[thinking]]></category>
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		<description><![CDATA[Was so gerade bei mir vorbeischwimmt: Christen in der Piratenpartei. Mein erster Gedanke war „WTF?“. Mein zweiter war: „je nu, wenn das ihr Glaube ist, dann kann und will ich denen den nicht verbieten.“ Vor dem dritten und vierten Gedanken las ich dann erst einmal deren Manifest. Dort findet sich, verpackt in einigen Anrufungen von Jesus [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://fluchderrepublik.blogspot.de/2012/05/christenatheistenreigen.html">Was so gerade bei mir vorbeischwimmt</a>: Christen in der Piratenpartei.</p>
<p>Mein erster Gedanke war „WTF?“. Mein zweiter war: „je nu, wenn das ihr Glaube ist, dann kann und will ich denen den nicht verbieten.“ Vor dem dritten und vierten Gedanken <a href=" http://wiki.piratenpartei.de/Christen_in_der_Piratenpartei">las ich dann erst einmal deren Manifest</a>. Dort findet sich, verpackt in einigen Anrufungen von Jesus und Gott, klare Bekenntnisse zu einer Trennung von Kirche und Staat, eine Anerkennung anderer Religionen und auch ansonsten piratische Positionen.</p>
<p>Insofern mag ich nichts tiefer Verwerfliches dort finden, dennoch bleibt ein gewisses Magengrummeln: Ich bin Atheist, und die wiederholten nahezu lobpreisenden Verweise auf Jesus Christus sind mir in meinem politischen Klub doch eher suspekt.</p>
<p>Einen Shitstorm möchte ich hier auf keinen Fall aufziehen sehen. <a href="http://www.sanktleibowitz.org/christen-in-der-piratenpartei.html">Die Vertreter dieser Initiative scheinen mir zu zivilisiert aufzutreten</a>, als dass sie das verdient hätten, auch wenn mir das Adjektiv „postsäkular“, dass sie im Wikieintrag unserer Gesellschaft anhängen wollen, nicht ganz schmeckt.</p>
<p>Dennoch: Die Idee eines aktiven Zusammenschluss von Religiösen (egal welcher Religion) innerhalb der Piratenpartei zum Zwecke, die Ansichten dieser Religion irgendwie in Position zu Parteientscheidungen zu bringen halte ich für ganz schlecht. Ich werde keine Entscheidung mittragen können, die an irgendeiner Stelle mit „Religion $Foo sagt. das soll man so machen“ begründet wird. Entweder wir finden für einen Standpunkt komplett religionsfreie Argumente, oder wir können ihn nicht vertreten, Punkt.</p>
<p>Das bedeutet natürlich <em>nicht,</em> dass eine irgendwie geartete Diskriminierung religiöser Piraten toleriert werden soll. Aber religiöse <em>Argumente</em> haben in der Partei nichts zu suchen. Daher, liebe Anhänger jeglicher Religion in meiner Partei: Glaubt was Ihr wollt. Aber bittte, macht Politik so, als wenn Ihr Atheisten wäret. Denn wenn Euch das nicht gelingt, werden Eure Vorschläge unweigerlich an irgendeiner Stelle mit einer anderen Religion oder Weltanschauung kollidieren.</p>
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		<title>Über den Umgang mit politischen Gegnern</title>
		<link>http://www.orkpiraten.de/blog/ueber-den-umgang-mit-politischen-gegnern</link>
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		<pubDate>Fri, 27 Apr 2012 15:58:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>JollyOrc</dc:creator>
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		<category><![CDATA[wahrnehmung]]></category>

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		<description><![CDATA[Mir platzt gerade wieder der Kragen, wie sich bei Google+ die beiden Seiten der Diskussion polemisch beharken, ohne auch nur in die Nähe eines gegenseitigen Verständnisses zu kommen. Liebe Urheberrechtsgegner, bitte denkt stets daran, dass es den Autoren, Musikern, Verlagen, etcpp. um die Wurst geht. Wenn Ihr sagt „Urheberrecht muss komplett weg!!11einself“, dann stehen die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mir platzt gerade wieder der Kragen, wie sich bei Google+ die beiden Seiten der Diskussion polemisch beharken, ohne auch nur in die Nähe eines gegenseitigen Verständnisses zu kommen.<strong><br />
</strong><br />
<em>Liebe Urheberrechtsgegner,</em><br />
bitte denkt stets daran, dass es den Autoren, Musikern, Verlagen, etcpp. um die Wurst geht. Wenn Ihr sagt „Urheberrecht muss komplett weg!!11einself“, dann stehen die erstmal gefühlt vor dem Nichts. Jaja, da gibt es zig Möglichkeiten doch Geld zu verdienen, und die sollen sich mal nicht so haben, sagt Ihr jetzt. Aber diese Möglichkeiten haben die noch nicht ausprobiert. Das ist <em>terra incognita</em> für die meisten Leute. Und dementsprechend geht es für sie um nichts weniger als deren Existenz.</p>
<p>Und davor haben sie Angst. Vollkommen berechtigt. Denn wenn Du ein Lied herunterlädst, dass Du sonst nicht gekauft hättest, dann hat der Musiker eigentlich keinen Verlust — aber was, wenn das alle machen? „Machen sie nicht!“ sagst Du jetzt. „Aber was wenn doch?“ fragt sich der Musiker. Und hat Angst. Und wer Angst hat, mit dem kann man kaum noch rational verhandeln. Also, seid nett zu ihnen, nutzt keine Kampfbegriffe wie „Mafia“, „Parasit“ oder ähnlichen Kram. Wir möchten, dass all diese Leute irgendwann auch auf unserer Seite stehen, und das bekommen wir nicht hin, wenn wir sie beschimpfen.</p>
<p><em>Liebe Urheberrechtsinhaber und –verwerter,</em><br />
wir wollen Euch nichts böses. Wirklich nicht. Ich mag Filme, Bücher und Musik, und ich gebe gerne Geld dafür aus, damit ich mehr davon bekomme.</p>
<p>Um Grunde geht es bei der ganzen Sache nur um eines: Das verlustfreie Kopieren und quasi kostenlose Verbreiten von Informationen wird nicht weggehen. Egal ob legal oder illegal. Da ist (traurigerweise) auch bei der Masse der Leute kaum Unrechtsbewusstsein. <em>Aus deren Sicht</em> verursachen sie nämlich minimalen Schaden, wenn überhaupt. Schließlich hätten sie ja „die CD oder den Film gar nicht gekauft“, sagen sie. Und lügen wahrscheinlich nicht mal.</p>
<p>Aber ich verstehe Eure Angst. Denn in Summe sieht das ganz bedrohlich aus. Aber wenn sich jemand nicht im Unrecht sieht, und man ihn dafür beschimpft und überwacht und mit drakonischen Strafen überzieht oder auch nur bedroht, die für den Bestraften in keinstem Verhältnis zu dem verursachten Schaden stehen, dann werdet Ihr auch keine Sympathien gewinnen.</p>
<p>Nochmal: Das mit dem Kopieren, das geht nicht weg. Der einziger Weg, das wegzubekommen ist über eine vollständige Kontrolle <em>aller</em> Kommunikationswege und <em>aller</em> Computer. Glaubt mir das jetzt einfach mal, das geht nicht, ohne dass wir einen kolossalen Kollateralschaden hätten. Und wenn wir bei der Überwachung nicht so weit gehen, dann sind die Lücken für die Freunde des freien Kopierens mindestens so groß wie Scheunentore, und nichts ist gewonnen.</p>
<p>Also muss eine Lösung her. Eine Lösung, bei der Leute frei kopieren, ohne dass dabei massenweise Gesetze folgenlos gebrochen werden — denn Gesetze, die keiner befolgt und deren Bruch niemand ahndet unterhöhlen das Staatswesen. (Und das konsequente Ahnden dieser Gesetze geht, wie ich eben ausführte, geradewegs dahin, wo wir nicht hinwollen.)</p>
<p>Die Piratenpartei hat, meines Wissens als erste Partei überhaupt, angefangen dazu pragmatische Lösungen zu entwickeln. Klar, diese Lösungen sehen ziemlich erschreckend aus Eurer Sicht aus. Sind sie wohl auch. Aber: Jetzt dafür den Boten der Nachricht zu beschimpfen ist nicht hilfreich. Helft uns doch lieber, eine bessere Lösung zu entwickeln. Oder redet mit irgendeiner anderen Partei Eures Vertrauens, und entwickelt mit der eine bessere Lösung.</p>
<p>Nur behaltet eines dabei im Kopf: Das Kopieren geht nicht weg, es sei denn Ihr errichtet eine lückenlose Überwachungsinfrastruktur. Und wenn <em>das</em> Eure Lösung ist, dann muss ich Euch doch die Freundschaft kündigen.</p>
<p>PS: Es gibt da noch einen Nebenkriegsschauplatz. Die Sache mit dem Remix, Mashup, Coverversion, Zitat, Bearbeitung, wie-auch-immer. Da geht es darum, dass sich weite Teile unserer Kultur eben mit solchen Dingen mehr oder weniger beschäftigt, und wir dafür einen sinnvollen rechtlichen Rahmen finden müssen. Das ist an sich auch ein weites und schwieriges Feld, aber auch ein anderes als die Sache mit dem Kopieren.</p>
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		<title>Reicht’s jetzt?</title>
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		<pubDate>Fri, 20 Apr 2012 09:53:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>JollyOrc</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politics]]></category>
		<category><![CDATA[piratenpartei]]></category>

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		<description><![CDATA[Marina Weisband rantet ein wenig und fordert alle Piraten auf, eine Distanzierung zu unterzeichnen: Ich fordere dazu auf, dass jeder Pirat sich deutlich, ohne Relativierung, distanziert von – Rassismus – Nationalsozialismus – Geschichtsrevisionismus – Antisemitismus – Islamophobie – Homophobie – Sexismus – und jedem weiteren Weltbild, das Menschengruppen ausgrenzt oder verachtet, wegen Dingen, für die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Marina Weisband rantet ein wenig und <a href="http://www.marinaslied.de/?p=726">fordert alle Piraten auf, eine Distanzierung zu unterzeichnen</a>:</p>
<blockquote><p>Ich fordere dazu auf, dass jeder Pirat sich deutlich, ohne Relativierung, distanziert von<br />
– Rassismus<br />
– Nationalsozialismus<br />
– Geschichtsrevisionismus<br />
– Antisemitismus<br />
– Islamophobie<br />
– Homophobie<br />
– Sexismus<br />
– und jedem weiteren Weltbild, das Menschengruppen ausgrenzt oder verachtet, wegen Dingen, für die sie nichts können.</p></blockquote>
<p>Hmpf.</p>
<p>Warum „Hmpf“ fragt Ihr? Da könnte ich doch gar nichts gegen haben. Bin ich etwa auch so ein elender Relativierer? Nein bin ich nicht. <strong>Ich spreche mich gerne, aus Überzeugung und mit vollem Herzen gegen all die genannten Dinge aus.</strong>  Allerdings bin ich es gründlich satt, dass man anscheinend ohne permanente und laute und möglichst markige Distanzierung ständig latent in irgendeine Ecke gestellt wird.</p>
<p>Ehrlich, das nervt hochgradig und ist in keinster Weise zielführend. Das ist auch der Grund, warum ich, trotz meiner Hochachtung vor dem Engagement und dem Mut der Antifa-Bewegung, mit dieser nichts anfangen kann.</p>
<p>Und jetzt konstruktiv: Wir führen bei der Mitgliederaufnahme keinen Gesinnungstest durch. Und ich hoffe, wir werden das auch nie tun. Ebenso hoffe ich, dass unsere Partei kein Mobbing duldet, und Leute nicht einfach rauskrakeelt, nur weil die mal „was dummes“ sagen oder gesagt haben.</p>
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		<title>Mini URL-Sturm in Sachen Urheberrecht</title>
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		<pubDate>Wed, 18 Apr 2012 07:08:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>JollyOrc</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Google-Plus]]></category>
		<category><![CDATA[piratenpartei]]></category>
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		<category><![CDATA[Urheberrecht]]></category>

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		<description><![CDATA[http://opalkatze.wordpress.com/2012/04/17/urheber-recht-aber-richtig/ Vera Bunse erklärt ein paar unterschiedliche Begriffe und ruft zur Ordnung https://plus.google.com/u/0/102784651730703333089/posts/Jon8AaP7bsS Andreas Eschbach erklärt was Verlage machen, und welche Dinge aus seiner Sicht da in die falsche Richtung laufen. http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/gruenen-politikerin-zum-urheberrecht-die-piraten-verstehen-nicht-es-geht-hier-um-menschenrechte-11719715.html Agnes Krumwiede von den Grünen erzählt, warum das Urheberrecht an sich wichtig ist, und legt dann komplett überflüssiges und die FAZ suggeriert über [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://opalkatze.wordpress.com/2012/04/17/urheber-recht-aber-richtig/" >http://opalkatze.wordpress.com/2012/04/17/urheber-recht-aber-richtig/</a> Vera Bunse erklärt ein paar unterschiedliche Begriffe und ruft zur Ordnung</p>
<p><a href="https://plus.google.com/u/0/102784651730703333089/posts/Jon8AaP7bsS" >https://plus.google.com/u/0/102784651730703333089/posts/Jon8AaP7bsS</a> Andreas Eschbach erklärt was Verlage machen, und welche Dinge aus seiner Sicht da in die falsche Richtung laufen.</p>
<p><a href="http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/gruenen-politikerin-zum-urheberrecht-die-piraten-verstehen-nicht-es-geht-hier-um-menschenrechte-11719715.html" >http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/gruenen-politikerin-zum-urheberrecht-die-piraten-verstehen-nicht-es-geht-hier-um-menschenrechte-11719715.html</a> Agnes Krumwiede von den Grünen erzählt, warum das Urheberrecht an sich wichtig ist, und legt dann komplett überflüssiges und die FAZ suggeriert über die Überschrift, dass es Piratenbashing sei (was das abgedruckte Interview überhaupt nicht hergibt).</p>
<p>#toblog #piratenpartei #urheberrecht
<p style='clear:both;'> <strong>Google+:</strong> <a href='https://plus.google.com/108732314275989917518/posts/fRSSePrcJrw' target='_new'>View post on Google+</a></p>
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		<title>Was bei der Preispolitik von Buchverlagen schiefläuft…</title>
		<link>http://www.orkpiraten.de/blog/was-bei-der-preispolitik-von-buchverlagen-schieflaeuft</link>
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		<pubDate>Tue, 13 Mar 2012 16:58:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>JollyOrc</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politics]]></category>
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		<category><![CDATA[books]]></category>
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		<description><![CDATA[Nach der kürzlichen G+-Diskussion unter anderen mit Andreas Eschbach, hatte ich überlegt, mir doch mal wieder eines seiner Bücher zu kaufen. König für Deutschland kenne ich noch nicht, und das Sujet liegt mir ja nahe. Und schaute dann zuerst mal bei Amazon, was denn so die Kindle-Edition kostet. Hm, 1,50 mehr, als ich für ein so-gut-wie-neues [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nach der <a href="http://blog.koehntopp.de/archives/3215-Sam-spielt-es-noch-einmal-Das-Lied-vom-Urheberrecht.html">kürzlichen G+-Diskussion</a> unter anderen mit Andreas Eschbach, hatte ich überlegt, mir doch mal wieder eines seiner Bücher zu kaufen. König für Deutschland kenne ich noch nicht, und das Sujet liegt mir ja nahe.</p>
<div id="attachment_3646" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px"><a href="http://www.orkpiraten.de/blog/wp-content/uploads/KfD_Amazon.png"><img class="size-thumbnail wp-image-3646 " title="König für Deutschland - Amazon" src="http://www.orkpiraten.de/blog/wp-content/uploads/KfD_Amazon-150x150.png" alt="" width="150" height="150" /></a><p class="wp-caption-text">..und Bücher kann ich wenigstens legal weiterverkaufen, einfach verleihen und all das.</p></div>
<p>Und schaute dann zuerst mal bei Amazon, was denn so die Kindle-Edition kostet. Hm, 1,50 mehr, als ich für ein so-gut-wie-neues Buch bezahlen müsste, und 1,50 weniger, als ich für das jetzt-wirklich-neue Buch hinlegen soll.</p>
<p>Gut, die Kindle-Ausgabe bekomme ich jetzt-und-sofort, aber am Ende des Tages erscheint der Preis für „nur eine Lizenz“ doch nicht in Relation zum realen Produkt. Und da ich ja echte Bücher auch schon von der Haptik und dem praktischen Nutzen als Behaglichkeitsbaustein im Wohnzimmer mag, tendiere ich in solchen Situationen häufig zur Totholzausgabe.</p>
<p>Nicht zuletzt, weil ich diese spontan einem Freund ausleihen kann.</p>
<p>Aber man soll ja nicht immer zum US-basierten Giganten gehen, also schaute ich noch einmal bei Libri.de vorbei (die Sache mit der Buchpreisbindung auf e-Books hatte ich gerade mal vergessen).</p>
<div id="attachment_3647" class="wp-caption alignright" style="width: 160px"><a href="http://www.orkpiraten.de/blog/wp-content/uploads/KfD_Libri.png"><img class="size-thumbnail wp-image-3647" title="König für Deutschlang - bei Libri" src="http://www.orkpiraten.de/blog/wp-content/uploads/KfD_Libri-150x150.png" alt="" width="150" height="150" /></a><p class="wp-caption-text">wie meinen? Das MP3 ist billiger als alle anderen Ausgaben?</p></div>
<p>Netterweise zeigt Libri bei der Suche nach dem Titel auch gleich ganz andere Medien, wie zum Beispiel MP3s an. Dieses ist nicht ganz so gut bewertet, wie die anderen Ausgaben, aber eines fällt auf: Das Produkt, das im Vergleich zum „rohen“ Buchtext noch einiges an Extraarbeit erzeugt (Nachbearbeitung, Text kürzen, Sprecher, Regisseur, etc.) kostet am wenigsten! Nochmal 1,50 billiger!</p>
<p>Fragt mich nicht, welche Version ich am Ende kaufen werde, aber von der Preispolitik bin ich jetzt wirklich komplett verwirrt.</p>
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		<title>Gefahren der sozialen Netzwerke</title>
		<link>http://www.orkpiraten.de/blog/gefahren-der-sozialen-netzwerke</link>
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		<pubDate>Fri, 09 Mar 2012 17:13:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>JollyOrc</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politics]]></category>
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		<category><![CDATA[piratenpartei]]></category>

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		<description><![CDATA[Hanno weist Isotopp darauf hin, dass man ja noch gar nicht absehen könne, welche Gefahren diese Datensammlungen bergen. Isotopp antwortet, dass er bislang keinerlei messbare Gefährdung oder gar Nachteile ausmachen könne, dafür aber jede Menge Vorteile. Und dass die Gefahren auszumerzen in ein Bürokratiemonster ausarten würde. Wie so häufig, wenn sich nicht-depperte Menschen unterhalten, haben [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog.koehntopp.de/archives/3211-Wieso-wir-uns-veroeffentlichen.html#c29449">Hanno weist Isotopp darauf hin</a>, dass man ja noch gar nicht absehen könne, welche Gefahren diese Datensammlungen bergen. <a href="http://blog.koehntopp.de/archives/3211-Wieso-wir-uns-veroeffentlichen.html#c29455">Isotopp antwortet</a>, dass er bislang keinerlei messbare Gefährdung oder gar Nachteile ausmachen könne, dafür aber jede Menge Vorteile. Und dass die Gefahren auszumerzen in ein Bürokratiemonster ausarten würde.</p>
<p>Wie so häufig, wenn sich nicht-depperte Menschen unterhalten, haben beide Recht. Hanno schaut sich die Gesamtgefährdung an. Da sind Daten, die sind irgendwo gespeichert, und irgendwann könnten sie mal gefährlich werden. Isotopp schaut sich die verarbeitende Stelle an. Die tun offensichtlich gerade gar nix böses mit den Daten, und wenn doch, (das schreibt er aber nicht explizit) dann kann man denen auf die Finger hauen.</p>
<p>Und hier ist das Kommunikationsproblem: Hanno schaut sich alle Stellen an, und unterstellt, dass diese im Zweifel gemeinsam bösartig agieren. Das tun sie aber im seltensten Falle. Und wenn wir unseren Staat (der ja die regulierende Stelle ist) beipulen, Datenschutz <em>für seine eigenen Tätigkeiten</em> ernst zu nehmen, dann können wir mehr oder weniger beruhigt den nicht-staatlichen Akteuren hin und wieder Datenbrocken überlassen, da wir im Zweifel mit dem Staat als Hebel diese Akteure in den Griff kriegen können.</p>
<p>Und das ist die Quintessenz: Die deutschen Datenschützer und Aluhüte kämpfen gegen den falschen Feind. Facebook, Google und Co. sollten uns nicht egal sein, aber das ist im Endeffekt ein Nebenschauplatz. Wir müssen dafür sorgen, dass der Staat unsere Interessen wahrnimmt, und gar nicht erst versuchen will, Daten gegen uns zu verwenden.</p>
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		<title>Was macht eigentlich den Wert von Dingen aus?</title>
		<link>http://www.orkpiraten.de/blog/was-macht-eigentlich-den-wert-von-dingen-aus</link>
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		<pubDate>Thu, 08 Mar 2012 09:18:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>JollyOrc</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Bei materiellen Dingen wie Autos, Häusern und Bananen ist das ja noch einzuschätzen. Da gibt es zwar immer noch Spannbreiten, die durch Marke, Lage oder Knappheit geformt werden, aber man kann nachschauen, was das Zeug in der Herstellung gekostet hat, und wieviel Geld es kostet, eine Banane aus Brasilien in meinen Supermarkt um die Ecke [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bei materiellen Dingen wie Autos, Häusern und Bananen ist das ja noch einzuschätzen. Da gibt es zwar immer noch Spannbreiten, die durch Marke, Lage oder Knappheit geformt werden, aber man kann nachschauen, was das Zeug in der Herstellung gekostet hat, und wieviel Geld es kostet, eine Banane aus Brasilien in meinen Supermarkt um die Ecke zu liefern.</p>
<p>Aber was ist mit dem Wert eines Buches? Oder eines Kunstwerkes? Klar, es gibt die Arbeitszeit, die der Autor oder der Künstler hineingesteckt hat, aber die hat im seltensten Fall etwas mit dem „Wert“ des Buches zu tun. Bestsellerautoren wie Hemingway steckten in der Regel ähnlich viel Zeit in ihre Bücher wie unbekannte Schundschreiber. Und deren Bücher kosten im Handel spätestens als Taschenbuch auch ähnlich viel. Dennoch wird dem ein Hemingway Roman als „wertvoller“ angesehen. (Und wahrscheinlich zu Recht. Ich oute mich hier mal, dennoch noch nie einen Roman von Hemingway gelesen zu haben. Hätte es „Der alte Mann und das Raumschiff“ gehießen, sähe das wohl anders aus. Aber ich schweife ab..)</p>
<p>Von Michael Moorcock habe ich gelesen, dass er seine Bücher angeblich wiederum häufig innerhalb weniger Tage „runterschrieb“ — und dennoch recht großzügige Schecks dafür erhalten hat. Und wieder: Seine Bücher stehen im Buchhandel mit dem gleichen Preisschild wie die von Hemingway.</p>
<p>Der Wert von künstlerischer Arbeit hängt also nur marginal davon ab, was der Endverbraucher für sie bezahlt.</p>
<p>Und das führt mich zum Punkt den ich machen will: In der Diskussion um Filesharing, Urheberrecht, etcpp. höre ich immer wieder folgenden Satz: „Wenn alles kostenlos gemacht wird, hat das Werk doch gar keinen Wert mehr!“</p>
<p>Ich verstehe diesen Satz nicht. So überhaupt nicht. Der Wert eines Musikstückes oder eines Buches ergibt sich doch nicht aus der Anzahl Geldeinheiten, die darüber erzielt werden. Natürlich sind diese nicht unwichtig, Applaus ist zwar die Nahrung des Künstlers, aber das Dach über den Kopf bezahlt er oder sie immer noch mit harter Währung. Insofern ist es natürlich wichtig und richtig, dass wir bereit sind und bleiben Künstler zu bezahlen.</p>
<p>Aber zu behaupten, dass Kunst nichts wert sei, es sei denn dass für sie  von vornherein ein Preis X verlangt wird, dass ich sie ohne diesen Preis nicht zu Gesicht bekomme, das halte ich doch für arg abstrus.</p>
<p>Ich postuliere, dass der Wert eines Werkes sich eher daraus ableitet, wie viele Leute es beeinflusst. Bislang wurde dieser Wert eben indirekt aus den Kopieverkäufen errechnet und monetarisiert. Das funktionierte, weil Kopienerstellung vergleichsweise aufwändig war. Die meisten Leute haben also lieber gekauft als selbst kopiert. Nicht, weil ihnen das Urheberverwertungsrecht wichtig war, oder weil sie ein grundlegendes Bewusstsein für die finanzielle Not des Autoren hatten, sondern weil es die einfachste Möglichkeit war.</p>
<p>Heute ist es aber nicht mehr die einfachste Möglichkeit. Leider haben sich aber die meisten „Schaffenden“ daran gewöhnt, den Wert ihrer Werke anhand der Verkaufszahlen abzulesen, anstatt an Downloads und Bekanntheitsgrad. Zudem fehlen eben noch weitverbreitete und leicht verständliche Mechanismen Downloads und Bekanntheitsgrade verlässlich in Geld umzuwandeln. Sobald sich solche Mechanismen etabliert haben, wird sich hoffentlich die momentane Raubkopierer-vs-Urheberrechtsdebatte erübrigen.</p>
<p> #Urheberrecht   #toblog   #Piratenpartei
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		<title>Leute gibt’s, die gibt’s nicht…</title>
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		<pubDate>Sun, 12 Feb 2012 09:34:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>JollyOrc</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politics]]></category>
		<category><![CDATA[piratenpartei]]></category>
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		<description><![CDATA[Eine Diskussion auf der HHer Piratenmailingliste ließ mich mal wieder zur strategischen Popcorn-Reserve greifen. Da kommt einer daher, und fragt, wie man denn ein Projekt in Gang setzen würde. Ob man dafür eine AG gründen müsse, wie man Leute mit einbezieht und so weiter. Man verweist den augenscheinlich hoffnungsvollen Neuling auf die zahlreichen Möglichkeiten wie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine Diskussion auf der HHer Piratenmailingliste ließ mich mal wieder zur strategischen Popcorn-Reserve greifen. Da kommt einer daher, und fragt, wie man denn ein Projekt in Gang setzen würde. Ob man dafür eine AG gründen müsse, wie man Leute mit einbezieht und so weiter.</p>
<p>Man verweist den augenscheinlich hoffnungsvollen Neuling auf die zahlreichen Möglichkeiten wie Stammtisch, die Mailingliste, das Wiki und all das und fragt natürlich auch nach, was das denn für ein Projekt sei.</p>
<p>Das ginge nicht, weil das doch sehr umfangreich und kompliziert sei, und daher nur schwer schriftlich zu erklären. Und außerdem hätte er gerne die Garantie, dass sein Name quasi auf Ewig als Initiator dieses (anscheinend sehr epischen) Projektes in Erinnerung bliebe. Also, dass irgendwie sichergestellt würde, dass man stets das Projekt und ihn in einem Atemzug nennen würde. Auch der dezente Hinweis, wie toll das für die Herren Hartz und Riester funktioniert hätte ließ ihn nicht davon abbringen.</p>
<p>Das Ganze scheint derzeit übrigens damit zu enden, dass aufgrund der fehlenden Bereitschaft solche Garantien abzugeben, die Piraten eben doch ehrloses Gesindel seien, da ja anscheinend jede tolle Idee hier einfach „geguttenbergt“ wird. Es gehe ihm eben wirklich sowohl darum, das Projekt umzusetzen, als auch sich selbst zu profilieren. Die Partei in der das dann stattfindet sei ihm dann auch eigentlich egal.</p>
<p>Way to make friends!</p>
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