Feminismus? Aufmerksamkeitswahn?

Ach Kin­ners.

Ges­tern war ich noch leicht irri­tiert bis ver­är­gert. Jetzt bes­ten­falls amü­siert, wahr­schein­lich zucke ich mor­gen nur noch mit den Schul­tern. Warum? Na, die Sache mit den Pira­tin­nen.

Hal­ten wir mal ein paar Dinge fest:

  • Femi­nis­mus, Gleich­be­rech­ti­gung & Co sind wich­tige The­men. Ok, Ich per­sön­lich komme lang­sam zu der Ein­sicht daß ich das Thema als gan­zes nie wirk­lich grok­ken werde. Aber ich habe ver­stan­den: Das macht nichts, solange ich mit offe­nen Augen und Respekt gegen­über ande­ren durchs Leben laufe und über mein Ver­hal­ten nachdenke.
  • Auf der Welt gibt es lei­der einen Hau­fen Spin­ner, wahr­schein­lich gleich­mä­ßig auf beide Geschlech­ter ver­teilt. Ein paar davon haben es ins Inter­net geschafft, wir nen­nen sie Trolle. Bitte nicht füttern.
  • Gegen­sei­ti­ger Respekt ist die Grund­lage für eine frucht­bare (ha-ha, 5 Euro in die schlechte-Wortwitz-Kasse) Zusam­men­ar­beit, egal worum es geht. Wenn er fehlt, läuft etwas schief.
  • Wenn Mai­ling­lis­ten per Pres­se­mit­tei­lung ange­kün­digt wer­den, und dann auch noch die Presse über sel­bige berich­tet, erwarte ich eigent­lich, dass dort die Sache mit dem Welt­frie­den geklärt wird, min­des­tens aber Lol­cats! (Mal ehr­lich: Mai­ling­lis­ten per Pres­se­mit­tei­lung ankün­di­gen?! Das ist… ach, las­sen wird das.)

So, und nun noch ein­mal zum mitschreiben:

  1. Respekt funk­tio­niert nur auf Gegen­sei­tig­keit. Was Lena ins Leben geru­fen hat, mag tat­säch­lich sinn­voll sein. Wie sie es gemacht hat war… naja, auf jeden Fall troll­füt­ternd, wahr­schein­lich ziem­lich unge­schickt, viel­leicht und even­tu­ell schäd­lich. Erst eine Wagen­burg auf­zu­bauen und dann zu bekla­gen dass da Mau­ern sind… tsk.
  2. Wie dar­auf rea­giert wurde war aber eben (über die gesamte Band­breite betrach­tet) auch troll­füt­ternd, unge­schickt, schäd­lich und teil­weise ziem­lich belei­di­gend. Da kann ich ver­ste­hen, wenn sich andere noch tie­fer in die Wagen­burg zurückziehen.

Den­noch, unterm Strich kann ich das ganze Thea­ter über­haupt nicht ernst neh­men. Zumin­dest in den Foren­tei­len die ich über­flo­gen habe rei­chen Femin– wie Mas­ku­lis­ten der jeweils ande­ren Seite mun­ter das Troll­fut­ter und schwin­gen die Keu­len. Das schaut, mit Ver­laub, aus wie auf dem Schul­hof kurz vor der Puber­tät. Und dann der schiere Aus­stoß an Blog­bei­trä­gen, offe­nen Brie­fen, Dis­kus­sio­nen und was weiß ich nicht alles zum Thema. Klar, das Thema (Gleich­be­rech­ti­gung) ist wich­tig. Und kompliziert.

Momen­tan schauen wir wohl aber nur eini­gen weni­gen Trol­len bei der Arbeit zu, und mer­ken es teil­weise gar nicht.

Da dis­ku­tiere ich doch lie­ber im IRC mit der Katze, die ver­stehe ich zwar auch nicht immer ganz, die ist aber wenigs­tens unter­halt­sam dabei.

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