Fernsehen ohne Moral

Eigent­lich wollte ich ja ges­tern abend früh ins Bett. Als ich dann doch noch kurz den Fern­se­her in der Fir­men­woh­nung ein­schal­tete, blieb ich irgend­wie bei der roman­ti­schen Diens­tags­ko­mö­die von Sat1 hän­gen — „Sex oder Liebe?

Über den Sinn des Titels kann man sich strei­ten, ob sol­che Filme nun sehens­wert sind oder nicht ohne­hin. Die Grund­story ist auch nicht son­der­lich ori­gi­nell: Frau lernt zwei Män­ner ken­nen, die Män­ner sind beste Kum­pels, Frau weiss das aber nicht, flir­tet mit bei­den, ver­liebt sich. Es gibt diverse Beinahe-Begegnungen, Miss­ver­ständ­nisse etc, und am Ende fliegt alles auf.

Erwäh­nens­wert ist dann die Auf­lö­sung: Anstatt dass sich die Dame her­kömm­lich für einen der bei­den, oder irgend­ei­nen drit­ten ent­schei­den muss, zeigt der Film wohl­wol­lend und posi­tiv besetzt eine zusätz­li­che Mög­lich­keit auf: Polyamorie. Und dass im deut­schen Fernsehen!

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