Ineffizienz in großen IT-Umgebungen

Seit 2006 arbeite ich an einem Pro­jekt mit, daß in der IT-Umgebung eines Bun­des­lan­des eine neue Authen­ti­fi­zie­rungs­kom­po­nente hin­zu­fügt. Ganz nüch­tern betrach­tet, so vom rei­nen Arbeits­auf­wand her, wäre sowas inner­halb von einem Jahr durch.

Stand heute (Dezem­ber 2009!) sind zwei Ser­ver auf­ge­setzt und zwei Abtei­lun­gen im Testbetrieb.

Es soll eine Anwen­dung mit die­ser Kom­po­nente aus­ge­stat­tet wer­den. Dazu muss auf dem Ter­mi­nal­ser­ver nur noch ein zusätz­li­cher Cli­ent instal­liert wer­den. Die­ser wurde, nach eini­gen Kämp­fen mit der Büro­kra­tie und eini­gen genui­nen Feh­lern in der Soft­ware inner­halb der letz­ten drei Monate aus­gie­big auf ver­schie­de­nen Umge­bun­gen getes­tet. Die Instal­la­ti­ons­pa­kete sind geschnürt. Alle Tech­ni­ker schar­ren mit den Hufen und war­ten nur noch auf das Go.

Das irgend­wie ausbleibt.

Nach Nach­frage wurde jetzt fest­ge­stellt, daß man noch ein­mal tes­ten müsse, um dann die Cli­ents erst auf der Ent­wick­lungs– dann auf der Test– und dann irgend­wann mal auf der Liveum­ge­bung instal­lie­ren kann.

Wol­len die viel­leicht diese neue Kom­po­nente gar nicht?!

2 Kommentare

  • Und wenn dann der Live-Rollout erfolgt ist in den nächs­ten Jah­ren, ist die Kom­po­nente tech­nisch oder regu­la­to­risch ver­al­tet und darf wie­der neu imple­men­tiert wer­den. Läuft. :)

  • Das sind ja schöne Zustände in die­sem komi­schen Pro­jekt — hast Du denn kei­nen ordent­li­chen Pro­jekt­lei­ter ? Naja, ich schick‘ Dir bei Gele­gen­heit mal ‚ne Mitleidskarte. ;-)

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