Massive Polizeieinsätze eine Lösung?

uh oh…

And­rew von Ger­man Joys und das Mawa­log sind über die Vor­gänge in Mügeln ent­setzt (wie ich übri­gens auch) und for­dern mas­si­vere Poli­zei­ein­sätze. Von durch­bro­che­nen Scheu­nen­mau­ern, Pan­zern, Trä­nen­gas und Schlag­stö­cken ist die Rede.

Beide for­dern eine stän­dig ver­füg­bare Riot-Squad, die bei Bedarf dem rech­ten Mob so ordent­lich eines auf den Deckel gibt.

Spon­tan würde ich ja sagen: Recht so.

Und dann frage ich mich, was pas­siert, wenn diese Riot-Squads gerade gelang­weilt sind. Oder ein Poli­ti­ker meint, daß linke Demons­tran­ten auch ein paar Schläge gebrau­chen könnten.

Aus­wei­tung von Staats­ge­walt ist mir immer per se suspekt, egal wie hehr das Ziel ist. Lie­ber wäre es mir, wenn die Poli­ti­ker end­lich mal die Ursa­chen für die­ses Ver­hal­ten ana­ly­sie­ren und tat­säch­lich ver­ste­hen wür­den — und dann danach han­deln: Wer keine Bil­dung und keine Per­spek­tive hat, wer sich von „denen da oben“ nicht ver­stan­den fühlt, greift zum nächst­bes­ten Feind­bild und hängt dem die Schuld an. Da soll­ten wir lie­ber anset­zen. Den­noch gilt wei­ter­hin: Wenn ein Poli­ti­ker sagt „nur weil jemand ‚Aus­län­der raus‘ ruft, brau­chen wir noch lange kein aus­län­der­feind­li­ches Motiv anneh­men“, dann läuft da was ganz schief.

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