Nokia, Bochum, Jahresgewinn.

Alle Welt schimpft ja auf Nokia wegen der dro­hen­den Werks­schlie­ßung. Ich kann ja ver­ste­hen, daß ein Unter­neh­men wirt­schaft­lich arbei­ten muß. Ich kann auch ver­ste­hen, daß ein mög­lichst hoher Gewinn erzielt wer­den soll.

Aller­dings macht Nokia bei über 51 Milliarden Euro Umsatz 7,2 Millarden Euro Gewinn. Das ist eine Ren­dite von 14 Pro­zent, eigent­lich ganz ordent­lich denke ich. Zumin­dest nicht so schlecht, dass man da die Kos­ten auf Kos­ten von meh­re­ren tau­send Ange­stell­ten drü­cken muss. Aber natür­lich gibt es Dinge wie Share­hol­der Value, und das sicher­lich vor­han­dene Recht dar­auf, mit sei­nem Eigen­tum zu tun und las­sen was man will.

Und den­noch muss ich dann doch mal auf das gute alte Grundgesetz verweisen:

(2) Eigen­tum ver­pflich­tet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der
All­ge­mein­heit dienen.

Auch wenn es wirt­schaft­lich viel­leicht nicht kom­plett oppor­tun ist, so ist es einem Kon­zern doch durch­aus zuzu­mu­ten, dass er bei ver­tret­ba­rer Ren­dite und einem Markt­an­teil von über 40% auch gefäl­ligst auf die Ren­di­te­st­ei­ge­rung verzichtet!

Aber auf das Grund­ge­setz schaut ja eh kei­ner mehr.

Keine Kommentare

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird niemals weitergegeben.Erforderliche Felder sind mit einem * markiert.