Union ist lernfähig?

Jawoll — die Argu­mente der Netz­ak­ti­vis­ten werden endlich in der Diskussion übernommen. Naja, so halb­wegs, liest sich dann so:

[…] wird vor­her auf Com­pu­ter her­un­ter­ge­la­den und taucht spä­ter an vie­len neuen Stel­len wie­der auf.

Genau das ist ja ein Argu­ment gegen Sperr­lis­ten — in dem Moment in dem sie aktiv wer­den, sind sie schon ver­al­tet. Aber lei­der hat der Herr Uhl das nicht ganz so genau ver­stan­den, in Gänze klingt das Zitat näm­lich so:

Denn das ver­meint­lich Gelöschte wird vor­her auf Com­pu­ter her­un­ter­ge­la­den und taucht spä­ter an vie­len neuen Stel­len wie­der auf. Man kann im welt­wei­ten Netz nichts welt­weit löschen.“ Uhl for­derte daher die Sper­rung kin­der­por­no­gra­fi­scher Inter­net­sei­ten: „Nötig ist ein Unwert­ur­teil des Staa­tes. Beim Löschen wird das für Nut­zer nicht erkenn­bar. Der Staat darf aber nicht neu­tral sein, wenn schwere Straf­ta­ten im Inter­net began­gen werden.“

Ja klar. Als ob die Anhän­ger von sol­chem Schmutz das nicht schon längst wis­sen. Aller­dings ist der Staat nicht dazu dan, Sym­bole oder Moral­ur­teile auf­zu­stel­len, son­dern dazu, den beste­hen­den Moral­kon­sens durch­zu­set­zen sowie die Schwa­chen vor der Aus­nut­zung der Star­ken zu schützen.

Netz­sper­ren und „Unwert­ur­teile“ (was für ein Wort­un­ge­tüm) schüt­zen aber nicht ein ein­zi­ges Kind, Im Gegen­teil, sie war­nen die Ver­brei­ter vor anste­hen­der Straf­ver­fol­gung und ver­nich­ten Beweise. Ich frage mich, wie man so ver­bohrt und bera­tungs­re­sis­tent sein kann…

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