Wen ich nicht mehr in irgendein Amt wähle…

…Aaron König. Garan­tiert nicht mehr, der Mann gehört mei­nes Erach­tens aus sei­nem Amt gefeuert.

Man mag über Reli­gion, Volks­ent­scheide und all das, was darum herum ange­sie­delt ist den­ken was man will. Aber er schreibt fol­gen­des pau­schal über den gesam­ten Islam als Volksreligion:

Eine politisch-totalitäre Bewe­gung, die sich ande­ren Glau­bens– und Denk­rich­tun­gen über­le­gen fühlt und den Anspruch hat, Anders­den­kende zu bekeh­ren und gege­be­nen­falls zu töten*, steht hin­ge­gen nicht unter dem Schutz der Religionsfreiheit

Das mag ich nicht mehr mit „naiv“, „unglück­lich zitiert“, oder sonst­was ent­schul­di­gen, das ist dumm bis gefähr­lich, und näher an der Volks­ver­het­zung denn an einem poli­ti­schen Kommentar.

PS: Ich per­sön­lich halte von orga­ni­sier­ten Reli­gio­nen jeg­li­cher Art per se nichts. Bin ja zudem noch Athe­ist. Und ich bin mir bewusst, dass es in eini­gen Reli­gi­ons­ge­mein­schaf­ten eine sehr unglück­li­che Ver­qui­ckung von dum­men Sit­ten und Reli­gion gibt, die man­che Dinge noch schlim­mer machen. Den­noch würde ich mir nie ein­bil­den, Men­schen ihre Reli­gion zu verbieten.

Anders sieht es bei der Aus­übung reli­giö­ser Prak­ti­ken aus, wenn diese gegen das Straf­recht oder gar gegen die Men­schen­rechte ver­sto­ßen. Aber dem Bau von Gebets­stät­ten? Also wirklich…

25 Kommentare

  • […] Piratenpartei-Vize, als Lob für den Pro­zeß her­an­zieht – zum Glück gibt es auch andere Pira­ten, die unter Demo­kra­tie nicht nur die Anwen­dung der Mehr­heits­re­gel ver­ste­hen). Demo­kra­tie bedeutet […]

  • […] Die­ser Ein­trag wurde auf Twit­ter von Malte Wel­ding und Jol­ly­Orc, Némo­nay erwähnt. Némo­nay sagte: RT @maltewelding: http://​tinyurl​.com/​y​f​7​8​qq9 Aaron König, Bun­des­vor­stand der @Piratenpartei , nennt Islam „politisch-totalitäre Bewegung“ […]

  • […] habe mich wäh­rend der Auto­fahrt von der Arbeit nach Hause noch ein wenig über den Blog­post von Aaron König auf­ge­regt, dar­über nach­ge­dacht, und möchte mir noch ein­mal hier etwas von der Seele […]

  • Jein.

    Die dort auf­ge­führ­ten Aktio­nen sind teil­weise unüber­legt, nie aber „ultra­rechts“ gewe­sen, dage­gen ver­wehre ich mich. „Informatiker-Syndrom“ trifft es ganz gut: Hier wur­den in guter Absicht und von mir aus auch aus Nai­vi­tät Dinge sehr unge­schickt gesagt und getan. Den­noch stehe ich zum Bei­spiel wei­ter­hin dahin­ter, dass das Inter­view von Andreas Popp ja ganz klare Aus­sa­gen kon­tra Rechts ent­hält. Aarons Posts über­schrei­ten hier aber eine Grenze.

  • Eine politisch-totalitäre Bewe­gung, die sich ande­ren Glau­bens– und Denk­rich­tun­gen über­le­gen fühlt und den Anspruch hat, Anders­den­kende zu bekeh­ren und gege­be­nen­falls zu töten*, steht hin­ge­gen nicht unter dem Schutz der Religionsfreiheit“

    Oh ja, ihr Chris­ten seid da ja ganz anders… so etwas gab es noch NIE!!1112 bei euch…

  • Orga­ni­sierte Reli­gio­nen sind doof, sag ich ja :)

  • […] den Islam im All­ge­mei­nen. Das klingt aber lei­der nicht nach einem klei­nen Faux­pas bei der Wort­wahl. In die­sem Kom­men­tar drückt man sich da schon etwas deut­li­cher aus. Der Mann gehört mei­nes Erach­tens aus sei­nem Amt […]

  • Der ange­grif­fene Satz ist doch vöiig Banane: „Eine politisch-totalitäre Bewe­gung, die sich ande­ren Glau­bens– und Denk­rich­tun­gen über­le­gen fühlt und den Anspruch hat, Anders­den­kende zu bekeh­ren und gege­be­nen­falls zu töten*, steht hin­ge­gen nicht unter dem Schutz der Reli­gi­ons­frei­heit“. Den Satz unter­schreibe ich sofort. Heißt ja, dass Reli­gio­nen a) nicht poli­tisch agi­tie­ren soll­ten und b) dass Reli­gio­nen ihren Mis­sio­na­ri­schen Eifer end­lich ste­cken las­sen soll­ten. Ob der abs­trakte Sach­ver­halt kon­kret auf Islam-Gläubige in der Schweiz zutrifft? Weiß ich nicht. Letzt­lich weiß man auch nicht, was Aaron König eigent­lich prä­zise meint, weil er nicht in der Lage ist, sich prä­zise aus­zu­drü­cken. Das ein­zige, wor­über man sich daher hier auf­re­gen kann, ist das unsau­bere Den­ken, fak­ten­arme Argu­men­tie­ren und das schlechte For­mu­lie­ren. Merk­wür­dig — warum blog­gen sol­che Leute, wenn Sie kei­nen kla­ren Geda­ken haben und auch noch unfä­hig sind, den auszudrücken?

  • schau gerne mal auf mei­nen Nach­fol­ge­ar­ti­kel, da führe ich meine Bauch­schmer­zen mit Aarons Arti­kel etwas aus.

  • Ich weiß ga rnicht was ie Auf­re­gung soll. Aaron hat nun mal die Wahr­heit gesagt.

    Eine politisch-totalitäre Bewe­gung, die sich ande­ren Glau­bens– und Denk­rich­tun­gen über­le­gen fühlt und den Anspruch hat, Anders­den­kende zu bekeh­ren und gege­be­nen­falls zu töten*, steht hin­ge­gen nicht unter dem Schutz der Religionsfreiheit“

    Ich unter­schreibe die­sen Satz auch sofort.

    Und ich bin in einer Mul­ti­kulti Fami­lie groß­ge­wor­den. Die­ses Expe­ri­ment ist kläg­lich geschei­tert, leider.

  • Michael Melcher wrote:

    Aaron König hat voll­kom­men Recht — es geht dabei nicht um eine Reli­gion; son­dern um eine poli­ti­sche Bewe­gung. Ich sel­ber habe viel Freunde, die nicht wegen dem schlech­ten Wet­ter aus ihre Hei­mat zu uns gezo­gen sind. Auch ist die Ditip der fal­sche Ansprech­part­ner für sol­che Ange­le­gen­hei­ten und doch, fin­det sie ihren Platz in den Medien als Ansprech­part­ner für alles Mus­lime. Damit es nicht zu »Deutsch« wird, lasst doch ein­fach die Betrof­fe­nen spre­chen — mit dem Zen­tral­rat der EX-Muslime (ex​-mus​lime​.de) fin­det sich ein guter Anfang. Argu­mente und Gegen­ar­gu­mente haben diese Men­schen mit Sicher­heit schon ange­fer­tigt. Wenn ich darf, dann möchte ich zum Thema noch einen Kom­men­tar ver­lin­ken, den Michael Schmidt-Salomon ver­fasst hat, um die Wogen zu glät­ten: http://​hpd​.de/​n​o​d​e​/​8​349

  • julian wrote:

    Man mag den Satz ja allein­ste­hend so unter­schrei­ben kön­nen. Aber nicht im Kon­text der Volks­ab­stim­mung, nicht im Kon­text Islam an sich. Das ist das fatale und auch das, was in der gan­zen Zen­sur­su­la­de­batte so genervt hat. Irgend­wel­che Dinge in einen Kon­text stel­len, und dann den Anschein erwe­cken, es hätte direkt etwas mit­ein­an­der zu tun.
    Es gibt Kin­der­por­nos im Inter­net, also ist das Inter­net Böse, und des­halb dür­fen wir sper­ren.
    Aaron sagt das zwar nicht so klar, aber man könnte es so lesen:
    Es gibt Isla­mis­ten, die Leute töten, also ist der Islam Böse, des­halb dür­fen die keine Mina­rette bauen.

  • Es gibt Chris­ten, die Leute töten und Kin­der ver­ge­wal­ti­gen, also ist das Chris­ten­tum Böse, des­halb dür­fen die keine Kir­chen bauen.
    Es ist an der Zeit, Reli­gion, wie sie aktu­ell exis­tiert, abzu­schaf­fen. Allem voran der Unter­richt in der Schule!

  • Markus wrote:

    Wo ist der Original-Link zur Quelle?! Ich möchte das Zitat im Zusam­men­hang lesen.

    Ork­pi­ra­ten sagen: „Das ist dumm bis gefähr­lich, und näher an der Volks­ver­het­zung denn an einem poli­ti­schen Kommentar.“

  • […] einen har­schen Arti­kel von Wolf­gang Dudda und eine Kri­tik von Kon­stan­tin Klein bei blu­elec­tric und bei ork­pi­ra­ten. Dif­fe­ren­zier­ter und vor allem inhalts­rei­cher äussert sich node­mas­ter zum Schwei­zer Thema und die […]

  • Andy wrote:

    So sieht er aus, der voll­zo­gene Rechts­ruck.
    Da wird plump sug­ges­tiv kate­go­ri­siert. Dann wird diese Kate­go­rie ver­all­ge­mei­nert und verteufelt.

    Und der ent­schei­dene Punkt: Er wird sogar noch ver­tei­digt, weil er ja angeb­lich recht habe.

    Eine politisch-totalitäre Bewe­gung„
    Er spricht im Kon­text über den Islam ins­ge­samt. => Verallgemeinerung

    […]die sich ande­ren Glau­bens– und Denk­rich­tun­gen über­le­gen fühlt und den Anspruch hat, Anders­den­kende zu bekeh­ren und gege­be­nen­falls zu töten[…]„
    Hier wird verteufelt.

    […]steht hin­ge­gen nicht unter dem Schutz der Reli­gi­ons­frei­heit[…]„
    Kate­go­ri­sie­rung: Islam ist schlech­ter als andere Religionen.

    Glück­wunsch zu die­sem Klassiker.

    Auf so einen Vor­stand könnt ihr mal so rich­tig stolz sein. Das hät­ten ein­schlä­gi­gere Par­teien damals wie heute nicht bes­ser hinbekommen.

  • @Markus: Meinst Du Aarons Blog­bei­trag? Gleich im zwei­ten Absatz. Meinst Du mei­nen Satz mit „Das ist dumm bis…“? Im Nach­fol­ge­ar­ti­kel „Des Königs Feh­ler — Nach­trag

  • […] meine inhalt­lich kon­struk­ti­ven Arti­kel wür­den so ein Echo erzeu­gen wie meine dahin­ge­rotz­ten Auf­re­ger über Aaron. Die Sei­ten­zu­griffe sind mehr oder weni­ger explo­diert, ein […]

  • Markus wrote:

    @JollyOrc Je zu sei­nem Blog­ein­trag. Muss mich hier­für ent­schul­di­gen, dass es mir nicht gleich ins Auge gesprun­gen ist. Jetzt konnt ich auch das Ende des Sat­zes lesen: “ — denn Frei­heit geht immer nur so weit, wie sie die Frei­heit eines ande­res nicht verletzt.“

    Mit mei­nem Zitat aus dei­nem Ein­trag wollte ich auch mal ein­fach so nen Satz von dir aus dem Zusam­men­hang rei­ßen. Um am aktu­el­len Bei­spiel zu zei­gen, wie etwas in den fal­schen Hals gelan­gen kann.

    Ich will mich nun mit mei­nen Kom­men­ta­ren zurück­hal­ten, denn ich will nicht strei­ten son­dern meine Sicht auf die­sen Blog­ein­trag zeigen.

    Danke für deine Antwort.

  • […] Wer sich so äußert zeigt, dass er genauso fana­tisch ist wie die­je­ni­gen, die er anpran­gert. Mal eben alle Mus­lime in eine gewalt­tä­tige Ecke zu stel­len, zeugt von einem Geist, der mit der Pira­ten­par­tei inkom­pa­ti­bel ist. Aaron hat zwar heute noch einen Kom­men­tar zu sei­nem Arti­kel nach­ge­reicht, der hat es aller­dings auch nicht bes­ser gemacht. Um wei­te­ren Scha­den von der Par­tei abzu­wen­den, sollte er die Kon­se­quenz zie­hen und von sei­nem Amt im Bun­des­vor­stand zurück­tre­ten. [via] […]

  • Limited wrote:

    Tja, Mordor läßt grüßen.

    Da habt ihr euch einen schö­nen Ring­geist eingefangen.

    Eine Par­tei, die jeman­den wie Aaron Koe­nig an her­aus­ge­ho­be­ner Stelle in ihren Rei­hen auf­stellt, werde ich weder wäh­len noch sonst­wie in Zukunft unterstützen.

  • […] soll nicht ver­schwie­gen wer­den, dass man­che Pira­ten anfan­gen, sich zu dis­tan­zie­ren. Das reicht selbst­ver­ständ­lich nicht – in der SPD und […]

  • Nicht nur in der Schweiz geht es rund…

    […] Schwei­zer Mina­rett Abstim­mung betrifft, so fal­len die Reak­tio­nen ganz unter­schied­lich aus […]…

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