Zeitungen?

Wenn ich Bei­träge wie diesen hier bei Piraten-Jinx, oder diesen hier bei Carta lese, frage ich mich manch­mal eines:

Warum nicht ein­fach einen neuen (Holzmedien-) Zei­tungs­ver­lag gründen?

Ich denke, die Nach­frage für ein gut recher­chier­tes, moder­nes, les­ba­res und gerne auch, ich nenne es jetzt mal pira­ten­li­be­ra­les Blatt ist da. Jour­na­lis­ten die gerne wie­der ver­nünf­tig arbei­ten wol­len*) sicher­lich auch.

Jetzt noch mutige Schritte vor­an­ge­hen, digi­tale Dis­tri­bu­tion, On-Demand-Drucker und sons­tige Schman­kerl nutzen…

Warum eigent­lich nicht?

*) hier fehlt mir gerade lei­der der Link. Ich hatte da letzte Woche etwas gele­sen über das Aus­dün­nen gan­zer Redak­tio­nen, und dem Druck ein­fach nur Zei­len zu fül­len…da isser! Dank an jotbe, der ihn zufällig gerade getwittert hat.

10 Kommentare

  • Genau dar­über habe ich auch schon nachgedacht.

    Aller­dings fragte ich mich ob wir dann nicht in irgend­ei­ner Form bei der TAZ rauskommen.

  • Kann sein, muss aber nicht. Zum einen ist der Pira­ten­par­tei ein ziem­li­cher Plu­ra­lis­mus inne, dadurch wäre eine „pira­tige“ Zei­tung schon von sich aus weni­ger ideo­lo­gisch einseitig.

    Zum ande­ren, naja, es sind andere Zei­ten. Die TAZ ist ein Kind ihrer Zeit, aller­dings nicht mei­ner Zeit :)

  • Hm, ne eigene Pira­ten­zei­tung die über eine Funk­tion als Par­tei­or­gan hin­aus­geht? Da bin ich mir nun nicht so sicher. Wäre doch ganz schön ein­sei­tig, oder?

  • Ich denke an eine „pira­tige“ Zei­tung, keine Pira­ten­par­tei­zei­tung. Eine sol­che hätte ähn­li­che Grund­werte wie der Piratenkodex, sollte ansons­ten aber par­tei­un­ab­hän­gig und –kri­tisch sein.

  • Was bräuchte man als Vor­aus­set­zun­gen? Jemand der die betriebs­wirt­schaft­li­che Seite durch­rech­nen kann und jemand der ver­lags­kauf­män­nisch was auf dem Kas­ten hat?

  • BWL und ver­lags­kauf­män­nisch ist eigent­lich fast das selbe: Man muss eben ein ers­tes Modell erstel­len, das einem sagt, wie­viel Auf­lage zu wel­chem Preis man benö­tigt, um x Jour­na­lis­ten zu bezah­len, die dann das Blatt mit Inhalt füllen.

    Das wich­tigste was man aber braucht ist: Geld, viel Geld. Eine Zei­tung zu machen kos­tet. Das geht damit los, dass man Jour­na­lis­ten braucht, eine ganze Redak­tion voll. Dazu kommt die Arbeit für das Grund­lay­out, Ver­träge mit Dru­cke­reien, Ver­triebs­ka­näle, all der ganze Kram. Lizenz­kos­ten für den Satz und all sowas sind noch gar nicht angedacht.

    (kann man eine pro­fes­sio­nelle Zei­tung kom­plett mit Open Source Werk­zeu­gen bauen? Wäre span­nend herauszufinden…)

    Als ers­tes muss man also einen Risi­ko­ka­pi­tal­ge­ber (oder einen edlen Spen­der) von der Idee an sich über­zeu­gen. Der Rest ist kauf­män­nisch gese­hen dann nur noch Fleißarbeit.

  • Ich schätze auch ein Risi­ko­ka­pi­tal­ge­ber will erst mal einen Busi­ness­plan sehen?

  • Bevor er wirk­lich Geld locker­macht: Sicher. Aber Zei­tungs­ver­lage sind wie Flug­li­nien, ein ein­fa­cher Weg um aus einem rei­chen Mann einen nicht mehr ganz so rei­chen Mann zu machen. Inso­fern sollte erst ein­mal ein Grund­in­ter­esse an der Sache an sich bestehen.

    Aber im End­ef­fekt hast Du recht, will man das wirk­lich ver­fol­gen, braucht es sehr sehr früh jeman­den, der mal Zah­len fest­klop­fen kann.

  • Jeden­falls finde ich den Gedan­ken an sich sehr reiz­voll. Nur die Pla­nung und das ganze bis zur Reife zu brin­gen.. würde mich wohl überfordern ;-)

  • muss ja nie­mand alleine machen :-)

    Ich wünschte nur, ich würde einen Ver­lags­kauf­mann kennen…

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