BKA, Videofahndung und all sowas

Nachdem so ein Vorgehen schon vor einiger Zeit recht erfolgreich war, hat das BKA diese Woche eine zweite Videofahndung nach einem Pädophilen gestartet. Dumm nur, dass sich im Nachhinein herausstellte, dass der Täter schon vor Jahren verurteilt ist, eine Therapie besuchte und seitdem anscheinend auch nicht mehr rückfällig wurde.

Dass sein Ruf jetzt wieder ruiniert, gegen alle Gepflogenheiten unseres Rechtsstaates agiert, und auch die Opfer wieder mit aller Macht an ihr Leiden erinnert wurden fällt wohl unter „dumm gelaufen“. Heise​.de nutzt dies um das BKA als solches zu diskreditieren, Fefe natürlich auch.

Und alle übersehen das naheliegende: Wie hätte das BKA das denn verhindern können? Es gibt keine zentrale Pädophilenkartei. Und bei der angeblichen Masse an Material wäre diese wohl auch kaum händisch zu konsultieren. Man müsste bei jedem Video akribisch kontrollieren, ob nicht eine abgebildete Person nicht schon irgendwann mal irgendwo auftauchte.

oh… moment mal, vielleicht ist das ja sogar so geplant?

Wahrscheinlich kommt als nächstes tatsächlich der Ruf nach solch einer Kartei, um die schon Verurteilten zu schützen. Und einmal eingerichtet, werden bestimmt auch andere an diesen Informationen Interesse haben. Am besten wird die Kartei gleich biometrisch aufgebaut, dann kann man gefundenes Material einfach mit der Datenbank automatisch abgleichen lassen. Und wenn man solch ein Verfahren erst einmal etabliert hat, kann man doch eigentlich auch die (biometrischen) Passbilder bei der Gelegenheit gleich ebenfalls mit abgleichen. Es ist doch zum Schutz der Kinder, da kann doch keiner was dagegen haben, oder?

Manch „dumme“ Aktion kann so im nachhinein dann nämlich doch noch ganz nützlich sein…

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