Foo Fighters — Echoes, Silence, Patience & Grace

Whoa, es ist wirklich lange her, dass ich Musik so gut fand, dass ich über sie reden wollte.

Die Foo Fighters kannte ich bislang nur aus einzelnen „wir-verbreiten-gute-Laune“ Videoclips im Fernsehen. Dass sie ihre Wurzeln zB bei Nirvana hatten war mir vollkommen entgangen.

Bis ich vor einigen Wochen bei Werbewunderland auf den Videoclip von „Pretender“ gestossen bin. Ein sehr geradliniges Grunge / Hard Rock Video das fiese Autoritäten, glatte Flächen, viel rote Farbe und Punkrock bietet.

Und einen harten Sound den ich lange vermisst hab. Gerade jetzt höre ich mich durch das ganze Album, und kann nur sagen: Verdammt gute Mucke!

Pretender“ ist sicherlich der Headliner, aber auch die folgenden Stücke enttäuschen nicht.

Let it Die„ist eine ruhige Nummer, fast spielerisch nachdenkliche Nummer. Denkt man zumindest in der ersten Hälfte. Glücklicherweise kümmern sich die Foo Fighters hier nicht sonderlich um die Konvention von Refrain/Strophe, sondern bieten in der zweiten Hälfte des Stückes mehr Druck in der Lautstärke, höheres Tempo und deutlich mehr Zorn in der Stimme — zum Schluss gibts fast schreiende Lead-Vocals.

Genau da holt „Erase/Replace“ einen dann ab. Der Druck wird beibehalten, allerdings schleichen sich hier leise die vertrauteren melodischeren Elemente der Foo Fighters ein, nur um gleich von Gitarrenriffs überdeckt zu werden. Sehr fein, verleitet zum lauter hören und mitsingen. Das Stück wird wirklich nicht langweilig. (Mit Schaudern erinnere ich mich an die späten 80er, wo manche Sachen ja eigentlich nur aus 5 Takten bestanden die permanent wiederholt wurden…)

Ich mag das Album, wirklich.

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