Fahrradkauf, schwergemacht

Habe ich gestern nicht noch erwähnt, dass Two Wheels Good wie eine Galerie ausschaut? Verdammt, das ist eine Galerie.

Aber von Anfang an: Heute war ich zwecks weiterer Zweiradbegutachtung im Karoviertel, bei Holybikes, einem Laden der sich auf Cruiser, Townster und Chopper Fahrräder spezialisiert hat. Und beinahe wäre ich mit dem Electra „Super DeLuxe“ nach Hause gefahren. Das Rad schaut aber so edel aus, da hätte ich irgendwie ständig Angst drum. Ansonsten übrigens ein sehr schmuckes Ding. Ganz entschieden hatte ich mich beim Verlassen des Ladens noch nicht (irgendwie hab ich mich leichter mit der Auswahl eines Autos getan), und so fuhr ich nochmal in die Bismarckstraße zu Two Wheels Good. Während der Bahnfahrt hatte ich mich dann fast selbst soweit, das VanMoof sollte es jetzt sein.

Den Laden betrat ich dann mit den Worten „Tach, ich war vorgestern da, ich will jetzt das VanMoof No. 5 kaufen“. Und wunderte mich im gleichen Moment über den, ahem, aufgeräumten Zustand des Ladens. Dass ich gerade aus einem doch eher vollgeparktem Fahrradladen kam verstärkte den Eindruck. Gegenüber zu vorgestern standen nun gerade eine Handvoll Räder dekorativ und recht einsam im Raum herum. Ja, man hätte heute Abend ein Dingsda, mit Häppchen und Vortrag, und daher seien die Räder jetzt größtenteils im Lager.

Das jetzt auch nicht so um die Ecke schien, man vertröstete mich auf Morgen. Mein Samstag ist nun leider schon verplant, also antwortete ich mit „ja gut, dann bis Montag“.

Erm.. Nein. Montag sei man meistens nicht da. Ist das jetzt ein Fahrradladen oder ein Restaurant?

Ich bleib dabei: Die Leute sind nett. Das VanMoof ist weiterhin mein Favorit. Aber ich werde Carstens Vorschlag mit Megabike wohl auch noch mal nachgehen…

Bogi sucht ein Fahrrad…

…denn immer nur Autofahren ist auch doof. Mein vorletzter Drahtesel wurde gestohlen. Der letzte ist schlicht bei der Ex-Freundin geblieben, die fuhr den eh mehr als ich.

Doch der Zustand soll so nicht bleiben,  und so tigere ich seit einigen Wochen in unregelmäßigen Abständen bei Fahrradhändlern vorbei und schau mir die Auswahl an. Dabei bin ich was Drahtesel angeht wirklich Amateur. Das Ding soll mich von A nach B bringen, dabei idealerweise nicht klappern und im Falle des Falles schnell stehenbleiben. „Schickes“ Aussehen gibt Bonuspunkte. Getestet habe ich bislang folgende Modelle:

Station eins war Gräber Räder, der Laden direkt um die Ecke. Dort hab ich ein einfaches, robustes und mit allem notwendigen augestattetes City Bike der Eigenmarke ausprobiert. Man bekommt für ca. 500,- erstaunlich viel und gutes Material inkl. 5-Gang Nabenschaltung, ist eigentlich sofort wunschlos glücklich. Das Rad ist schlicht gehalten, macht dabei aber eine gute Figur und fährt sich sehr angenehm. Die Gangschaltung war leichtgängig, die Bremsen packten gut zu – das gefahrene Modell hatte zusätzlich eine Rücktrittsbremse. Dazu kam eine gefühlt sehr kompetente und freundliche Beratung vom Inhaber persönlich.

Station zwei war Two Wheels Good. Das ist nämlich anscheinend der einzige Laden, wo man die VanMoof Räder bekommt, und auf die hab ich schon seit zwei Jahren ein Auge geworfen.

Während Gräber Räder nun wirklich der Archetyp des Fahrradladens ist, war ich mir bei TWG aber doch erst unsicher, ob ich wirklich das richtige Klientel bin: Der Laden ist stylisch, sparsam eingerichtet, und statt einem Mechaniker im Blaumann begrüßte mich eine freundliche Verkäuferin die ich in ihrem Outfit eher in einer Kunstgalerie erwartet hätte. Genau so wirkt der Laden auch insgesamt, mehr wie eine Galerie. Das macht aber nichts, denn freundliche und kompetente Beratung gabs hier auch.

Das No. 5 wurde also auf mich passend eingestellt, es gab eine kurze Einweisung und ich fuhr los zur Probefahrt. Das Rad hält was es verspricht: Breite große Reifen, bequemer Sitz, funktionale Gangschaltung – ich fühlte mich schnell heimisch auf dem Rad, und die Gimmicks wie das im Rahmen verankerte und versteckbare Schloß, die ebenso im Rahmen versteckte Beleuchtung sowie die Option den Gepäckträger als Verlängerung des Rahmens vorne anzubringen gefällt auch.

Wo ich schonmal da war bin ich dann auch das Ticino 1 Single Speed von Elektra probegefahren. Ein schickes Retro-Rad, aber mit Fixies werde ich wohl derzeit nicht warm, und zu so dünnen Reifen hab ich schlicht kein Vertrauen…

Auf dem Weg nach Hause hab ich dann spontan noch bei der Alsterspeiche reingeschaut. So muss ein Fahrradladen aussehen, und während der freundliche Mechaniker mir was passendes zu „Stadtfahrrad, Weg zur Arbeit, um die 500,-“ raussuchte, sah ich ES an der Wand: Das Strida. Ich hatte schon mal ein Video von diesem Rad gesehen, und freute mich wie ein Schneekönig, es hier mal ausprobieren zu können. Eigentlich sitzt man ganz bequem, allerdings liegt für meinen Geschmack etwas zu viel Gewicht auf den Handgelenken. Und an die Lenkung muss man sich allgemein erst einmal gewöhnen.

Sitzt man aber erstmal, ist das Rad erstaunlich agil, wenn auch hier die fehlende Gangschaltung schon bemerkbar ist. Der Clou ist natürlich der Faltmechanismus. Allerdings bin ich mir noch unsicher, ob das Strida wirklich für den täglichen Einsatz sinnvoll ist.

Jetzt muss ich nur noch mal bei Läden wie Holybikes oder Elbcoast Psycles vorbeischauen, um so ein Chopper bzw. Cruiser Bike probezufahren – dann kann ich mich wenigstens ein wenig wie bei Sons of Anarchy fühlen… :)

Angekommen

Seit heute Morgen bin ich offiziell wieder in Barmbek gemeldet. Die Wohnung ist eigentlich fertig eingerichtet, die beiden Kater haben sich eingewöhnt.

Damit bin ich jetzt endgültig angekommen und die Trennung komplett: Ich bin alleine wohnender Single.

Flattr, jetzt auch hier

Der Ausverkauf beginnt!

Wie Isotopp teste ich gerade Flattr. Und um das ganze mal auszuprobieren, gibts die Flattr-Knöppe jetzt auch hier unter jedem Artikel.

Was soll das ganze?

Im Endeffekt ist Flattr endlich ein einfaches und (hoffentlich) funktionierendes Micropayment-Whuffie-System. Man legt fest, wieviel Geld man pro Monat als Anerkennung ausgeben mag und gibt Flattr das im Voraus. Dann verteilt man beim Surfen fröhlich eben genau diese Anerkennung per einfachen „mag ich“-Klick. Am Ende wird das Geld durch die Anzahl Anerkennungsklicks erst ge- und dann entsprechend verteilt.

Genau wie Kris glaube ich nicht, dass irgendwas bei mir landen wird, aber schon um den Dienst bekannt zu machen ist es mir wert. Solche Dinge können nämlich der lang gesuchte Weg sein, Inhalte zu monetarisieren ohne dabei wilde DRM-Schreckgespenste aufzubauen. Der Endanwender hat nämlich seine Kosten unter Kontrolle sowie eine sehr simple und schnell durchschaute UI. Damit ist die Schwelle „mal eben“ Anerkennung weiterzureichen erstaunlich niedrig.