Petition Erneuerbare Energien — nachgefasst.

Nachdem ich ein wenig die Werbetrommel gerührt habe, haben Onno und Ingo da auch drüber gebloggt

Onno fässt einen der positiven Aspekte sehr schön zusammen:

Das Projekt könnte unsere Apollo-Mission sein – wenn wir es wollen und bereit sind, den Preis dafür zu bezahlen. Denn dieses Projekt wäre eine Investition in die Zukunft und jede Investition kostet erst einmal Geld, bevor sie sich auszahlt.

Damit hat er absolut Recht. Aber da ist noch mehr: Wenn diese Petition Fahrt gewinnen würde, würde sie auch zeigen, dass dieses Partizipationswerkzeug auch konstruktiv genutzt werden kann, statt „nur dagegen“ zu sein. Ich finde es schade, wie schnell das Ding aber schon auf der Diskussionsseite dazu zerredet wird. Da werden Flächenrechnungen aufgemacht, die Chinesen mit ihrem CO²-Ausstoß zu Felde geführt, und und und.

Natürlich soll sich hier Deutschland nicht die Weltprobleme aufbürden. Alleine werden wir auch nicht die Welt retten können. Aber wir könnten einen Anstoß für große Veränderungen geben. Wie Onno schreibt: Das könnte unser Apollo-Programm werden. Und das hat damals auch auf die ganze Welt ausgestrahlt, Gedanken, Gefühle und Lebenswünsche verändert.

Und obowhl der Plan ambitioniert ist, er ist bei weitem nicht unmöglich. Also, macht mit!

Petitionen: 100% Erneuerbare Energien bis 2030

Petitionen. Sind ja häufig seltsam, manchmal spektakulär, und hier ist eine, die das Potential für beides hat:

Der Deutsche Bundestag möge beschließen …den Plan für eine EMISSIONSFREIE WELT bis 2030 sofort umzusetzen. (Nach einer Studie der Stanford University von Prof. Mark Z. Jacobsen und Mark. A Delucchi)

Das klingt erst einmal romantisch-utopisch, klar. Ich mache mir da auch keinerlei Hoffnung. Aber eben genau diese Hoffnung…

…die reizt. Die Energieträger, die wir als Menschheit derzeit nutzen sind endlich. Peak-Oil ist mittlerweile ein geläufiger Begriff, Kohle will eh kaum noch wer, und auch Uran wird es nicht ewig geben. Also müssen wir uns beizeiten nach Alternativen umsehen. (Und denkt dran: Wir brauchen all dieses Zeugs auch für andere Dinge als Energieerzeugung. Und wenn es erst mal weg ist, haben wir ein echtes Problem.)

Gleichzeitig sollten wir etwas wiederentdecken, was die Menschheit vor ca. 50 Jahren lange hatte: Den positiven utopischen Glauben an die Machbarkeit von Technik. Das waren die Jahre, wo Ideen wie die Kardaschow-Skala erdacht wurden. Heute sind wir froh, wenn wir nicht von unserem eigenem Weltraumschrott erschlagen werden. Missionen zum Mars oder zum Mond sind fürs erste gestrichen.

Wenn jetzt aber eine der führenden Industrienationen sagt: „Wir wollen etwas wagen, wir wollen uns auf einen Weg festlegen.“, dann könnten wir tatsächlich davon träumen in absehbarer Zeit eine Typ‑I Zivilisation zu werden. Von den ganzen positiven Nebeneffekten einer solchen Umstellung in unserer Energieversorgung einmal ganz abgesehen.

Also, blickt positiv in die Zukunft, habt Hoffnung.

Zeichnet diese Petition.

Was so an Petitionen durchgelassen wird…

Wissenschaft und Forschung - Einstellung der Förderung des LHC-Experiments an der Großforschungseinrichtung CERN vom 12.03.2010. „Interessant“ ist die Begründung, hier mal ein Auszug:

1. die mangelnde Berücksichtigung philosophischer, religiöser/christlicher und juristischer Sichten und Erkenntnisse

2. die Unangemessenheit einer kostenintensiven esoterischen Forschung angesichts des allgemeinen Zustands dieser Erde und

Sowas kommt rein, aber die von Jörg Tauss (die zugegebenermaßen arg polemisch formuliert ist) nicht?

Das spricht doch Bände, oder?

Unterstützen bitte!

Die Petition gegen Internetsperren war ja riesig erfolgreich. Diese hier ist es bislang leider nicht, obwohl sie auch ein ziemlich wichtiges Thema anspricht:

Allein 2008 waren 789.000 Bürger von Sanktionsmaßnahmen im Rahmen von „Hartz IV“ betroffen, sprich: es wurde ihnen die sogenannte „Leistung“ gekürzt. Diese Leistung entspricht aber eh schon nur dem Existenzminimum – alles, was darunter liegt, liefert die Betroffenen Hunger und Existenznot aus.

(Quelle: Sanktionen wegbloggen)

Man kann denken was man will, aber der Staat sollte meines Erachtens nach niemanden das Existenzminimum wegnehmen können, aus welchen Gründen auch immer. Also, los, hier unterschreiben, das ist wirklich wichtiger als Killerspiele oder Internetzensur!