Utopische Literatur seit Schockwellenreiter & Co?

Geht es eigentlich nur mir so, oder ist die Gattung der utopischen Literatur seit Jahrzehnten kaum betreten worden? Ich rede von dem Bereich der Science Fiction der sich nicht primär durch „spielt im Weltall und hat Raumschiffe“ auszeichnet, sondern dadurch, dass Gesellschaftsentwürfe und Konsequenzen daraus behandelt werden. Der Schockwellenreiter, 1984, auch gerne die Maxim-Kammerer-Trilogie der Strugatzki-Brüder. Neuromancer gehört fast dazu — allerdings ist es weniger ein Buch über eine Gesellschaftsform denn ein Thriller mit interessanter Kulisse.

Aber „echte“ Uto- oder Dystopien? Da scheint sich die letzten paar Dekaden erschreckend wenig getan zu haben. Allerdings möchte ich hier einmal eine gewagte These aufstellen:

Diese utopischen Geschichten werden zuhauf erzählt, allerdings in anderer Form, und nicht immer als solche erkennbar. Utopische Erzähler bedienen sich des Mediums Film, Computerspiel oder Comic. So finden wir Werke wie Watchmen, Y — the last Man, V wie Vendetta, Dark City, Pleasantville, Die Frauen von Stepford (zählt nicht, Buchvorlage aus den 70ern :) ), und so weiter. Selbst einige Superheldencomics kann man durchaus in diese Kategorien stellen, Kingdom Come zum Beispiel.

Dennoch, ich würde mich über mehr aktuelle Bücher dieses Genres ziemlich freuen.

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