Zeitungen?

Wenn ich Beiträge wie diesen hier bei Piraten-Jinx, oder diesen hier bei Carta lese, frage ich mich manchmal eines:

Warum nicht einfach einen neuen (Holzmedien-) Zeitungsverlag gründen?

Ich denke, die Nachfrage für ein gut recherchiertes, modernes, lesbares und gerne auch, ich nenne es jetzt mal piratenliberales Blatt ist da. Journalisten die gerne wieder vernünftig arbeiten wollen*) sicherlich auch.

Jetzt noch mutige Schritte vorangehen, digitale Distribution, On-Demand-Drucker und sonstige Schmankerl nutzen…

Warum eigentlich nicht?

*) hier fehlt mir gerade leider der Link. Ich hatte da letzte Woche etwas gelesen über das Ausdünnen ganzer Redaktionen, und dem Druck einfach nur Zeilen zu füllen…da isser! Dank an jotbe, der ihn zufällig gerade getwittert hat.

11 Gedanken zu „Zeitungen?

  1. Genau darüber habe ich auch schon nachgedacht.

    Allerdings fragte ich mich ob wir dann nicht in irgendeiner Form bei der TAZ rauskommen.

  2. Kann sein, muss aber nicht. Zum einen ist der Piratenpartei ein ziemlicher Pluralismus inne, dadurch wäre eine „piratige“ Zeitung schon von sich aus weniger ideologisch einseitig.

    Zum anderen, naja, es sind andere Zeiten. Die TAZ ist ein Kind ihrer Zeit, allerdings nicht meiner Zeit :)

  3. Hm, ne eigene Piratenzeitung die über eine Funktion als Parteiorgan hinausgeht? Da bin ich mir nun nicht so sicher. Wäre doch ganz schön einseitig, oder?

  4. Was bräuchte man als Voraussetzungen? Jemand der die betriebswirtschaftliche Seite durchrechnen kann und jemand der verlagskaufmännisch was auf dem Kasten hat?

  5. BWL und verlagskaufmännisch ist eigentlich fast das selbe: Man muss eben ein erstes Modell erstellen, das einem sagt, wieviel Auflage zu welchem Preis man benötigt, um x Journalisten zu bezahlen, die dann das Blatt mit Inhalt füllen.

    Das wichtigste was man aber braucht ist: Geld, viel Geld. Eine Zeitung zu machen kostet. Das geht damit los, dass man Journalisten braucht, eine ganze Redaktion voll. Dazu kommt die Arbeit für das Grundlayout, Verträge mit Druckereien, Vertriebskanäle, all der ganze Kram. Lizenzkosten für den Satz und all sowas sind noch gar nicht angedacht.

    (kann man eine professionelle Zeitung komplett mit Open Source Werkzeugen bauen? Wäre spannend herauszufinden…)

    Als erstes muss man also einen Risikokapitalgeber (oder einen edlen Spender) von der Idee an sich überzeugen. Der Rest ist kaufmännisch gesehen dann nur noch Fleißarbeit.

  6. Bevor er wirklich Geld lockermacht: Sicher. Aber Zeitungsverlage sind wie Fluglinien, ein einfacher Weg um aus einem reichen Mann einen nicht mehr ganz so reichen Mann zu machen. Insofern sollte erst einmal ein Grundinteresse an der Sache an sich bestehen.

    Aber im Endeffekt hast Du recht, will man das wirklich verfolgen, braucht es sehr sehr früh jemanden, der mal Zahlen festklopfen kann.

  7. Jedenfalls finde ich den Gedanken an sich sehr reizvoll. Nur die Planung und das ganze bis zur Reife zu bringen.. würde mich wohl überfordern ;-)

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