Unsinn?

Meine Gedanken zu Tauschbörsen sind tatsächlich gelesen worden (Ich hab mich immer noch nicht so richtig daran gewöhnt, dass ich hier nicht einfach in den luftleeren Raum schreibe).

Während Musikdieb mir weitgehend beipflichtet, hält Eselkult.tk das alles für Unsinn!

Der soziale Gedanke bei p2p — zumindest übers eselnetzwerk -
liegt nicht in der Anwendung sondern in der Forenkultur. Und “langsam”
ist bekanntlich relativ…

Natürlich kann mein Ego dem nicht einfach nachgeben, ich behalte schlicht zu gerne Recht, zumindest aber das letzte Wort. Über Performance lässt sich sicherlich streiten, und ich habe ja schon in meinem Nachtrag zugegeben, dass es anscheinend viele Tauschmöglichkeiten gibt, die ich noch nicht kannte.

Aber eines bleibt: Die wahrgenommene Illegalität, das „Schmuddelimage“ von Tauschbörsen. Ohne den Betreibern von Eselkult​.tk zu Nahe treten zu wollen: Die Seite sieht nicht so aus, als ob mein Vater sie als „vertrauensvoll“, „seriös“, oder gar „ansprechend“ einstufen würde. Dort werden mit viel Engagement Filmperlen aufbewahrt, und schon ohne mich registriert zu haben bekomme ich den Eindruck von einer aktiven Fangemeinde.

Doch für Gelegenheitsanwender ist das nichts, die werden da eher skeptisch draufschauen, und im Zweifelsfall vorbeisurfen. Es geht doch eben darum, die Netzkultur nicht komplett im Untergrund verschwinden zu lassen, sondern auch nicht-Geeks, Eltern&Großeltern und sonstige Leute mit ins Boot zu holen. Nur so können wir die Generation Web 0.0 aufhalten! :)

3 Gedanken zu „Unsinn?

  1. Die Beschäftigung mit p2p erfordert einen Aufwand, der die Gelegenheitsnutzer ausschließt, sei es Videobearbeitung (Codecs, Tonspur, Untertiteldatei, etc.) oder die technischen Kentnisse der Software. Jede Menge Foren beschäftigen sich allein damit. In sofern ist *das* der Hauptgrund, warum sich Gelegenheitsnutzer schwer tun werden, wie Du ja selbst geschrieben hast. Man stelle sich vor, wie die angeblichen Horrorzahlen der Medienindustrie ohne diese Hürden aussehen würden…

    Dein Urteil zur optischen Seriosität von EK kann ich (abgesehen von der veralteten Forenoptik ;) ) nicht nachvollziehen, vielleicht orientiere ich mich aber an den „großen“ p2p-Foren; da siehts viel, viel schlimmer aus!

    Um den von mir benannten „Unsinn“ und meine Kritik an Johnnys Text noch mal zu erläutern: Es gibt die Perlen sehr wohl. Unter teilweise erheblichem Aufwand (z.B. Digitalisierung einer uralten VHS) werden die absurdesten Raritäten zur Verfügung gestellt, nur oftmals sind es gerade eine Handvoll Menschen, die sich dafür begeistern (nenne wir es: very, very long tail). Diese Perlen lassen sich nicht über die clientseitige Suche der benutzten Software finden. Angebot und Nachfrage findet über Foren statt, die man aber — zugegeben — erst einmal finden muss.
    Wenn ich mich hinstelle und behaupte, in den p2p-Netzen gibts nur Mainstream-Mist ist das in etwa so differenziert wir Herrn von Matts „Klowände“.

    P.S.: Dumm, wenn man zu blind für den Captcha-Code ist
    Ärgerlich, wenn daraufhin der Text aus dem Cache gelöscht ist

  2. Wie schon gesagt: Die Zielgruppe erreicht die Seite wahrscheinlich ziemlich gut. Nicht-Spezis werden sich allerdings ungerne auf einer Seite registrieren, die ihnen erstmal nichts sagt; schliesslich sind fast alle Infoseiten für nichtregistrierte Anwender verschlossen.

    Du hast ja Recht: Der Aufwand und das Wissen das ich benötige um alles Nutzen zu können ist recht groß. Allerdings geht das sicherlich auch einfacher, gerade für diejenigen die „erstmal nur schauen“ wollen.

  3. Ich muss ja zugeben, dass ich mich bei Eselkult auch noch nicht so richtig umgeschaut habe, da ich eher an Musikperlen als an Filmperlen interessiert bin. Das Blog lese ich allerdings sehr gerne und regelmäßig.

    Für technisch Unbedarfte ist p2p mit allen Rafinessen wohl wirklich nicht das Allereinfachste. Aber das liegt ja eben auch zum Teil an der Illegalität und dass dadurch ständig irgendwelche neuen Technologien erfunden werden und so weiter. Wäre es legal (nur mal angenommen), so wäre es ja auch kein Problem, Files zum Beispiel per FTP zu sharen, so dass auch der unbedarfteste Internet-Nutzer sie finden könnte.

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