RPGs in Beirut

And no, we’re not talking about war. We’re talking warGAMING and roleplaying games.

I was in town for Bread & Net, and when we were walking the city on sunday, we came across a game store: Multiverse. And frankly, this place is awesome:

It is mostly board games though

The staff is actually pretty knowledgeable and full of hustle. They know their games, have several painting stations for the table top gamers in the cellar, host regular wargaming and MtG tournaments, you can rent tables and play a wide variety of board games (sorted in terms of complexity, so you can easily grab something easy for the family from the shelf), and then they told me they also have a dedicated D&D room.

What?! I need to see this!“

Behind a door labelled „Emergency Exit“, I then first was greeted with this…

yeah, this thing is a bit cheap looking, but A for effort!

And then there was a foreboding doorway..

Let’s light this up…

oooh, this looks promising!

You can see the D&D library. Plus a bunch of self-printed PDFs, downloaded from online stores.

yeah, I was pretty amazed.
really, I like this.
I could get used to this.. All the space for the savvy GM.
looking at all the nifty stuff on the walls.
but wait, what is THIS?
THEY EVEN HAVE A DICE TOWER!
need monsters for your campaign? We got you covered!
a bunch of custom lasercut 3D signage all over the place.

They even get you in touch with GMs that can run games for you, if you find yourself in Beirut without a group. Really, this place is magical and apparently thriving too!

So, when in Beirut, go to Multiverse!

Reisen im Rollenspiel

Dies ist ein Beitrag zum Thema dieses Monats im Karneval der Rollenspielblogs: Reisen.

Timberwere wirft im Eingangsbeitrag die Theorie auf, dass Reisen ja meist nur Mittel zum Zweck ist um den nächsten Schauplatz einzuleiten. Ich versuche hier mal, Methoden und Ansätze vorzustellen, die Reisen zum zentralen Ding machen.

Dazu ein paar Annahmen und Behauptungen vorweg:

  1. Das Spannende an einer Reise sind die neuen Eindrücke, die man sammelt. „Wenn einer eine Reise macht, dann kann er was erleben“.
  2. Gleichzeitig ist es langweilig, wenn diese Eindrücke nur nacheinander beschrieben werden — die Erlebnisse müssen also interaktiv sein.

Erlebnisse während einer Reise lassen sich grob in zwei Kategorien unterteilen:

  1. Begegnungen am Wegesrand — dies sind Dinge und Personen die den eigenen Weg kreuzen oder an denen man vorbei reist. Sie sind so interessant, oder wichtig, dass man sie sich anschaut und mit ihnen interagiert bevor man weiterreist. Das kann ein Überfall, ein Zwischenstopp um Proviant aufzufrischen, oder einfach nur eine Nacht im Gasthaus sein.
  2. Interaktionen innerhalb der Reisegruppe — wenn man z.B. auf einem Schiff unterwegs ist, bildet dieses während der Reise einen geschlossenen Raum voller Personen und Dinge.

Bei beiden Varianten können die Ereignisse im Grunde völlig losgelöst von der Reise stattfinden. Ob zum Beispiel ein Mord in einem Gasthaus, auf einem Schloß oder auf einem Schiff stattfindet ist doch im Grunde egal — es ist und bleibt ein Whodunnit-Murder-Mystery. Das ist auf gleichzeitig frustrierend und praktisch.

Frustrierend, weil es dadurch so gut wie keine puren „Reise“-Abenteuer gibt, sie sind alle Derivate von anderen Formen. Praktisch insofern, das man sich hemmungslos an anderen Materialien und Ideen bedienen kann. Es gilt nur, den Rahmen so anzupassen, dass das Geschehen in die geplante Reise passt.

Also, plündert das Regal, die nächste Reise wird sicher nicht langweilig!

Roll Inclusive — Halbzeitrezension

Im lief die Roll Inclusive Kickstarter Kampagne. Was war das?

Roll Inclusive ist ein populärwissenschaftlicher Essayband, der euch auf ca. 320 Seiten das Thema Diversity und Repräsentation im Pen-&-Paper-Rollenspiel näherbringen möchte.

Selbstbeschreibung der Kampagne

Inzwischen habe ich gut die Hälfte der Essays durch und muss sagen, das war eine vorzügliche Investition, gerade für diejenigen unter uns, die Material für andere schreiben oder aufbereiten.

Die einzelnen Essays liefern eine sehr brauchbare Einführung in die Themen rund um Diversität, Repräsentation und respektvollem Umgang miteinander. Sie erklären Fachbegriffe und Konzepte und sind dabei nie vorwurfsvoll oder anklagend.

Es gibt vielfältige Verweise auf bekannte und unbekannte Rollenspiele. Diese sind zum Glück so gestaltet, dass man diese selbst gar nicht kennen muss, da reichhaltige Fußnoten und Erklärungen vorhanden sind. Dadurch ist der Essayband wahrscheinlich auch grundsätzlich für Nicht-Rollenspieler verständlich, was ich sehr begrüße.

Die Hinweise, Hilfestellungen und Anregungen sind allesamt eher allgemeiner und abstrakter Natur. Die Essays wollen ein Bewusstsein für Situationen schaffen, damit man dann selbständig und bedacht innerhalb dieser agieren kann. Es werden Brücken gebaut und ein Verständnis dafür geweckt, warum bestimmte Dinge problematisch sein können.

Was es nicht gibt, sind Handlungs- oder Denkverbote. Stattdessen wird erklärt, warum bestimmte Klischees ausgrenzend wirken können, warum manche Begriffe beleidigend sind, und vor allem wieso ein achtsamer Umgang auch wichtig ist, wenn doch gar keine Betroffenen dabei sind. Denn die Art, wie wir uns Geschichten erzählen kann unser Denken prägen.

Ob und wie man das alles am Spieltisch oder beim Schreiben von Abenteuern oder Kampagnenwelten anwendet überlässt der Band uns selbst.

Alles in allem eine klare Kaufempfehlung. Leider ist der Band derzeit noch nicht kaufbar, aber ich hoffe, das ändert sich bald!

Update: Der Band wird ab dem 24.10. sowohl im Print als auch als E‑Book für alle käuflich erwerbbar sein.

Der Ork guckt ollen Kram

Von Zeit zu Zeit schaue ich mir ja bewusst und gerne Filme an, die alle etwas älter sind. Manchmal, weil ich die aus Jugendzeiten in guter Erinnerung habe, manchmal um Lücken in meinem (Pop-)Kulturwissen zu schließen. Hier also mal ungeordnet die Ergebnisse der letzten zwei Monate:

The Associate — Dieser Whoopi Goldberg Film lief in Deutschland als „Wer ist Mr. Cutty“ — ein Name, der erst nach gut der Hälfte des Films überhaupt erst genannt wird, als Whoopi ein männliches Finanzgenie erfindet, um als schwarze Frau an der Wall Street ernst genommen zu werden. Der Film ist auf der einen Seite sehr deutlich 20 Jahre alt und wirkt an vielen Stellen überhaupt nicht modern. Auf der anderen Seite ist das Thema immer noch aktuell und relevant. Alles in allem ein amüsanter Film, wenn auch kein Meisterwerk.

Risky Business — Jeder kennt die Szene mit Tom Cruise auf Socken im Wohnzimmer, aber ich hatte den Film bis dato nie gesehen, genau wie Oliver, der ihn auf seinem Blog als richtig geilen Film empfiehlt. Recht hat er.

The Return of the Musketeers — ich habe ja ein Herz für Mantel-und-Degen Filme, und ganz besonders für die Musketierfilme von Richard Lester. Dieser wurde gut 15 Jahre nach The Four Musketeers gedreht, und ist mir lange völlig entgangen. The Return… leidet ein wenig an den viel zu zahlreichen Voice-Overs, und mehr als einmal wollte ich dem Fernseher „Show, don’t tell!“ zurufen. Aber irgendwann ab der Mitte findet der Film sich, und die Kampfszenen sind wunderschöne Mantel-und-Degen-Kost.

Cutthroat Island — Ein Piratenfilm, der 100 Millionen Dollar gekostet hat, aber nur 10 wieder einspielte. Unter dieser Prämisse betrachtet, ist der dann gar nichtmal so schlecht. Ein klein wenig übertrieben viele und große Explosionen vielleicht.

Pets (1973) — Schmieriger Sexploitation Sleaze um eine junge Frau, die von einer mehr oder weniger hilflosen Situation in die nächste stolpert. Diese sind allesamt überzeichnet und sowohl Männer wie Frauen wollen unsere Heldin mal für Geld und mal für Sex ausnutzen. Am Ende entkommt sie einem irren Kunstsammler, nur um sich dem nächsten anzuhängen.. Dennoch nicht langweilig und ein schönes Sittengemälde der 70er.

The ApartmentTorsten Kleinz hat da eigentlich alles Wichtige zu geschrieben.

Josie and the Pussycats — Hier wiederum hab ich schon alles Wichtige geschrieben.

Vampire’s Kiss — das You Don't Say? meme ist recht bekannt. Der Film dahinter nicht ganz so. Zu Unrecht sage ich, denn das ist eine Tour de Force die American Psycho nur unwesentlich nachsteht. Der Film lässt es recht unklar, ob Nicolas Cage hier wirklich von einer Vampirin gebissen wurde, oder ob das alles nur Wahnvorstellungen sind — da wir fast alles nur durch den Protagonisten erfahren, wirkt das Erlebte nur um so mächtiger.