hacking Into the Odd

Life is full of coincidences: As I am reworking Mail Order Apocalypse into an Into the Odd hack, Norbert is tinkering with the same rules too: He is adding active parry to the game.

The rules he adds are pretty straightforward, but while I wouldn’t go as far to call them heresy, I won’t adopt them. It’ll make a „roll once to determine damage“ thing into three (the number gets significantly higher if you add initiative) rolls with a bunch of arithmetics.

I can understand what Norbert wants to achieve here, but it is way too much dice rolling for my taste. One of my core tenets for a good roleplaying game is that it should be fast. The faster I know what is happening next, the better. And this bogs things down. Still: Hooray for tinkering. Tinkering is what brings us forward!

Playing Mail Order Apocalypse

Yesterday evening, I spontaneously joined the monthly RPG night at our friendly local game store Otherland. Without any real preparation I offered to run a game of Mail Order Apocalypse and actually got 5 players. To cope with the minimal prep, I again used the simple „let’s rob a train“ starter scenario that I also used at the last LasagnaCon. This is what happened:

A Barn Rodent, the Equity Scion Baron Monsanto‐Unilever, his court Genealogist, a Preacher of the machine cult and one daring Post Robber faced the ugly truth that their small settlement only had enough cans of mediocre Chili con Tofu to last them over the next three days.

Being thoroughly sick of the stuff anyway, as this was the only food option they had for the last month, they decided to get proactive. The Post Robber got onto his motorbike to scout out the train tracks, and check if they could use the same ambush spot as last time.

The spot still looked useable enough, but there was also a squarish looking droid working on the tracks. The Post Robber made a daring jump from his speeding bike onto the back of the droid. There he could see the stencilled logo: „Grip‐Master‐3000“. Apparently, the box was busy making the tracks more „grippy“, so trains wouldn’t have to slow down on this slope — foiling just the thing the Post Robber used to exploit on past heists!

So, the decision was made: This droid had to die. Or at least be stopped! So he took his trusty halberd and smashed it right into the control panel — stopping the Droid dead on the tracks.

This apparently triggered some emergency notification system: For the next few minutes, signal flares got fired from the Grip‐Master‐3000, undoubtedly calling for more droids to help it.

Thankfully, this was also seen by the rest of the merry gang, who soon joined the Post Robber. Together, they soon came up with a plan: Use the Genealogists blowtorch to cut the tracks, make the grippy tracks extra slippery with the hydraulic oil from the damaged Grip‐Master‐3000 and thus make the next freight train run off the rails.

It wasn’t too hard to enact this, but in the middle of all the cutting and oiling, the Barn Rodent heard an electric whine of an armed surveillance drone coming closer steadily…

In the end, the group managed to defeat the drone, derail the train, disarm the trains self‐defense mechanism, use dry ice to create an impromptu bomb, blowing up the second surveillance drone while hiding from the blast in king‐sized fridges and made off with 144 cans of spam, barrels of light beer, half a ton of frozen peas, and novelty bow ties for everyone!

The players had a great time. Shifting the underlying rules from PbtA to the really simple OSR‐rules of Into the Odd enabled me to get the players started within a few minutes with minimal introduction. My new random tables to pick archetypes and their gear gave everyone just enough things to have a feel for their survivors and the varied equipment made them come up with quirky solutions to the problems they faced.

I did realize though that the loot table needs to be seriously expanded to be not too repetitve, and some extra notes on how to create more complex scenarios need to be included too.

Nonetheless, I am very pleased about yesterday evening.

Fünf zum Fünften: Abenteueraufhänger Autovermietung

Für zehn hat es gerade nicht gereicht, ich hab für Mail Order Apocalypse eh noch einen riesen Haufen Zufallstabellen fertig zu stellen…

Autovermietungen können ergiebig sein, und in neuzeitlich‐phantastischen Settings sowieso:

  1. Das Navi im Mietwagen ist verflucht.
  2. Der freundliche Autovermieter nebenan fragt um Hilfe: Der brandneue Transporter wurde nach dem Mietwochenende völlig verrostet und im „10 Jahre in der Einöde gelassen“-Look zurückgegeben. Das kann doch nicht angehen, aber es ist definitiv der richtige Wagen.
  3. Feen jagen einen jemanden, der mit dem Auto eine der ihren umgefahren hat. Allerdings verstehen sie das Konzept „Mietwagen“ nicht, und halten den jeweiligen Fahrer für den Schuldigen.
  4. Jemand hat etwas wichtiges im Kofferraum vergessen, und niemand hat es bei der Wagenrückgabe nicht bemerkt. Jetzt wacht es gerade auf…
  5. Die Gruppe ist in einer fremden Stadt um jemanden zu beschatten. Leider ist der einzig noch vorhandene Wagen im Fuhrpark des Vermieters ein Hummer…

Nordcon 2019

Seit 1997 bin ich eigentlich fast jedes Jahr auf dem Nordcon. Da ich Mitglied eines der veranstaltenden Vereine bin, meistens auch in irgendwie aktiver Rolle — beim ersten Con hab ich spontan Tische getragen und am Infostand ausgeholfen, danach einige Jahre die Spielrunden verwaltet oder sonst irgendwie mitgeholfen.

Später kam dann eine Zeit lang der Job und anderes Privatleben dazwischen, doch seit mindestens 8 Jahren bin ich dank der Zombiecalypse wieder voll dabei.

Insofern verbinde ich mit dem Nordcon mehr als nur einige schöne Erinnerungen: Man ahnt gar nicht, was es für eine Freude ist, Freitag nachmittags auf dem Gelände einzutrudeln und von lauter bekannten Gesichtern freudig begrüßt zu werden. Zu sehen, wie Fans teils weit her anreisen und dann auf dem Con ihren Spaß haben. Mitzubangen, ob die Besucherzahlen auch dieses Jahr wieder ausreichend — oder gar gestiegen sind!

Dieses Jahr konnten mich also keine 20 Pferde vom Con weghalten, auch nicht die (inzwischen verblasste) Erinnerung an meinen ausgekugelten Ellenbogen vom letzten Jahr. (Pro‐Tipp: Wenn Ihr vor Zombies weglauft — tut das nicht auf Socken!)

Natürlich bekomme ich oben im Gym der Zombiecalypse immer eher wenig vom Con mit, aber für einen kurzen Schnack mit den Uhrwerkern in ihrem Zelt, einem Abstecher zur LARP‐Wiese und einer Stippvisite bei der Händlergasse reichte es dennoch.

Die besondere Premiere wäre mir dieses Jahr allerdings fast entgangen, hätte mich Janny nicht (zurecht) stolz darauf hingewiesen: Die letzte Seite des Programmheftes enthält erstmal einen ausformulierten und durchdachten Verhaltenscodex! Insbesondere freue ich mich, dass dieser Kodex nicht von außen in den Con hereingetragen werden musste, sondern dass das Orgateam selbst den Wunsch dazu verspürte.

Eine erste Rückfrage bei Janny nach dem Con ergab übrigens, dass der Con wie gewohnt ohne derartige Zwischenfälle abgelaufen ist. Bislang war dem meines Wissens nach übrigens immer so — aber es ist schön zu wissen, dass das Team für den Fall des Falles vorbereitet ist.

(Für körperliche Missgeschicke ist das ja schon länger der Fall. Die freundlichen freiwilligen Ersthelfer auf dem Con sind wirklich kompetent und bei einem Unfall in Windeseile zur Stelle!)

Dennoch: Ich bin jedes Jahr wieder begeistert, wie bunt und vielfältig der Nordcon geworden ist. In den 90ern konnte man vor dunkeldysteren Goth‐Jünglinge (und solche, die es gerne wieder wären) kaum noch die nächste Wand sehen — heute gibt es eine breite Vielfalt an Gewandungen, aber eben auch Leute aller Altersgruppen, aller Geschlechter, Menschen die sich neu ausprobieren, und auch solche, die ihre Rolle schon vor über 20 Jahren gefunden haben.

Alle diese Menschen fühlen sich auf dem Con sicher genug, sich selbst zu sein, und an keiner Stelle habe ich Leute lästern gehört. Und genau deswegen konnte ich mir am Ende den Schlußsatz nach dem Coverposing‐Wettbewerb auch nicht mehr verkneifen :)

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https://youtu.be/hFiEgF6p05k
Der Coverposing Wettbewerb 2019