Wannabe‐Lobbyist

Nachdem Su-Shee halbwegs resigniert (ja, ich weiss, sie meinte das nicht ganz so krass), Isotopp fachlich wettert und Hanno ein kleines HowTo geschrieben hat, bin ich jetzt mal zur Tat geschritten:

Jau, ich habe meinen Bundestagsabgeordneten angeschrieben. Ich hoffe er verzeiht mir, dass ich ihn damals nicht gewählt und dann auch noch teilweise über seine Kampagne lustig gemacht hab. War nicht bös gemeint, wirklich!

Hier mal der Text:

Sehr geehrter Herr Annen,

mit Sorge verfolge ich die
derzeitige Diskussion über die vermeintliche Notwendigkeit der
Onlinedurchsuchung von Computern, Vorratsdatenspeicherung und
verwandter Themen.

Meine Bedenken hier sind zweigeteilt: Ich
arbeite selber im IT‐Sektor und weiss, dass eine gerichtsfeste
Onlinedurchsuchung technisch schlichtweg nicht möglich ist. Das ist
auch kein Problem das sich mit besserer Technik lösen lässt, die
zugrundeliegenden technischen Prinzipien lassen es nicht zu.

Zum anderen kann ich, wie viele andere auch, nicht mehr
verstehen wie diese Pläne sich mit dem Grundgesetz und den
Menschenrechten vereinbaren lassen. Wie kann die Bundesrepublik andere
Länder zu einer besseren Einhaltung der Menschenrechte ermahnen, wenn
diese gleichzeitig im eigenem Land ausgehöhlt werden.

Momentan ist es erschreckend wie die Diskussion um diese
Themen ohne jegliche Rücksicht auf die technische Machbarkeit oder
deren Folgen geführt wird. Deswegen würde ich sehr gerne diese Dinge
mit Ihnen in einem persönlichem Gespräch diskutieren.

mit freundlichen Grüßen

2 Gedanken zu „Wannabe‐Lobbyist

  1. So, bin gerade vom Termin mit Niels Annen zurück. Netter Kerl eigentlich, wenn er auch nicht aus der Politikerhaut konnte: Immer wieder ließ er verlauten, welche Position die SPD hier hätte, welches Parteitaktieren es gäbe, etc.Und obwohl der Themenkreis

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