Doppelte Standards bei Eric Schmidt

Google zu verdächtigen, schlimme Dinge zu tun ist ja schon ein gut gepflegtes Ritual. Manchmal werden sie auch verteidigt, manchmal einfach nur indifferent behandelt. Ich persönlich nutze ja einen guten Teil ihrer Dienste gerne. Da schmerzt es mich dann aber doch, wenn deren CEO Eric Schmidt gleichzeitig so dumme und unreflektierte Aussagen macht:

If you have something that you don’t want anyone to know, maybe you shouldn’t be doing it in the first place.

Damit stellt er sich in eine Linie mit allen Überwachungsfreunden und Bürgerrechtsvernichtern unserer Zeit, schade eigentlich. Und genau wie zu Wolfgang „wer nichts zu verbergen hat, hat nichts zu befürchten“ Schäuble, der gleichzeitig nach wie vor keinerlei konkrete Aussage über die Parteispendenaffäre macht, kann ich auch Eric Schmidt gegenüber keinerlei Respekt mehr haben: 2006 belegte er CNet mit einem einjährigen Interviewbann, nur weil diese die über Google frei verfügbaren Informationen zusammentrugen und veröffentlichten. Darin enthalten: Fakten über sein Einkommen, sein Haus, seine Parteispenden und Hobbies.

Pfui, für solche Doppelzüngigkeit! Zum Glück findet Bruce Schneier wie üblich die richtigen, sachlichen Worte.

Quelle: BoingBoing & Gawker

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