Thema verfehlt?

Bevor ich mich etwas länger über Steinmeiers „Medienpolitik“ auslasse, hier kurz ein Fundstück aus Zeit-Online: Warum ich nicht Ingenieurin geworden bin – obwohl ich fast alle Voraussetzungen erfüllte. Ein Erfahrungsbericht.

Leider geht der Artikel ü‑ber-haupt-nicht auf die Überschrift ein. Heike Solga fängt zwar an, von ihrem ach-so-mathematisch-technischen Elternhaus und ihrer eigenen Begabung für Technik zu erzählen, führt dann aber nur noch Studien, Statistiken und, mit Verlaub, Polemik auf.

Kein Wort darüber, warum sie nun wirklich stattdessen Geschichte studiert hatte, was genau die junge Frau die sie mal war vom Ingenieursstudium abgehalten hatte. Einzig ein diffuses Gefühl von „schlechteren Aufstiegschancen“ hätte sie abgehalten. Und da wundern sich Leute, dass in der (natürlich eher technik-affinen) Piratenpartei kaum Frauen vertreten sind…

Ein Gedanke zu „Thema verfehlt?

  1. Schreib das ruhig hin, ist ja die Wahrheit. In der technischen FH wo ich unterwegs liegt soviel Testosteron in der Luft, die Wände haben Bärte. Und ich studiere Informatik (nach der Ausbildung zum FI), nix LÖten, nix Schweißen, nix Bauen. Nur Denken und Rechnen. Interessant fand ich mal ein Interview mit einem amerik. Professor.
    Der meinte wenn er Männer fragt warum sie studieren. Ja ich möchte dieses und jenes später tun. Also als Ziel eine Tätigkeit.
    Von den Frauen hörte er meist sie wollen später mal etwas sein (in dem Fall Bachelor of Arts). Why do you study? To be somebody!

    Falls das so stimmt, sind natürlich Fächer mit so hohen Durchfallquoten und damit hoher Chance zu scheitern eher hinderlich. Kunstgeschichte und Co. sind da wahrscheinlich eher was ^^.

    Eigentlich hasse ich es ja wenn sich meine Vorbehalte und Vorurteile bewahrheiten. Aber hier könnt man boshaft werden.

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