DRM, Serverauthentifizierung und Spiele

Die nur übers Web kaufbaren Neverwinter Nights Premium Module sind nicht mehr downloadbar. Bis Mai letzten Jahres wurden sie noch verkauft. Da sie an ein Bioware-Benutzerkonto gekoppelt waren, hieß es, man könne als Käufer sie aber (im Falle eines Verlustes) jederzeit wieder herunterladen.

Diese Möglichkeit wurde jetzt ohne Ankündung still und leise abgeschaltet. Wohl dem, der noch Backups hat, bzw. sich die Sourcen über graue Wege noch irgendwie beschaffen kann.

Der Authentifizierungsserver, mit dem man sich beim Spielen immer verbinden muss läuft ja zum Glück noch. Noch.

Und genau das ist der Grund warum ich solche DRM-Sachen nicht nur doof, sondern Scheiße finde. Man ist auf Gedeih und Verderb dem langanhaltenden Wohlwollen des Herstellers, seines Lizenzgebers und allen eventuellen späteren Konzernen ausgeliefert, die vielleicht irgendwann mal eine der beteiligten Firmen kaufen.

Bei Neverwinter Nights ist das dazu noch besonders nervig: Die Sicherheit der Multiplayervariante basiert komplett auf den sogenannten Master Servern Biowares. Diese stellen zum einen sicher, dass der verwendete CD-Key legal ist, und zum anderen, dass der Spieler auch wirklich der ist, der er zu sein vorgibt.

Gerade letztere Funktion ist für Multiplayer-Rollenspiele ja nicht unwichtig — sonst kann jeder Hans und Franz mit meinem Charakter spielen, meine Gegenstände wegwerfen, oder sonstwas für Schabernack treiben. Und das ist für die (immer noch existierende, erstaunlich kreative und produktive) NWN-Community wirklich nicht unwesentlich.

Man sollte eigentlich jetzt schonmal anfangen das Protokoll per re-engineering  nachzubauen um so rechtzeitig eine Alternative anbieten zu können…

Ein Gedanke zu „DRM, Serverauthentifizierung und Spiele

  1. Ich weiß, dass der Kommentar unproduktiv ist, aber trotzdem muss es sein.

    Nahe-faschistische Kopierschutzmechanismen sind der Grund, warum ich keine Computerspiele mehr kaufe oder spiele.

    »Kunde ist König« war gestern, heute wird man als zahlender Kunde versklavt (wer crackt hat leider meist ein komfortableres Produkt).

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