Ausweitung der Kampfzone von Michel Houellebecq

Franzosen! Man muss sie lieben oder hassen. Naja, dieser hier beschreibt in seinem Buch jemanden, der an seiner Umwelt zerbricht. Die „Kampfzone“ ist schlicht und ergreifend der Bereich, in dem Menschen nicht mehr miteinander sondern gegeneinander arbeiten. Zuerst war dies das Schlachtfeld, dann das Berufsleben, und inzwischen auch alles andere… 

Carsten verglich dieses Buch mit High Fidelity, ich dachte beim Lesen aber eher American Psycho. Die Welt ist grausam, gefühlskalt und der Erzähler hat dies erkannt. Nur, dass der American Psycho dadurch zum Massenmörder wird, und der Informatiker aus diesem Buch einfach nur verzweifelt. 

Das Buch ist gut geschrieben, und man wünscht dem Helden wirklich, dass er wieder Hoffnung findet. 

The Tipping Point

Warum fahren plötzlich alle auf diesen Silberrollern rum? Wieso ist die Verbrechensrate in New York so drastisch gesunken? Was war das Erfolgsgeheimnis der Sesamstrasse?

The Tipping Point liefert auf unterhaltsam-spannende Weise einen möglichen Erklärungsansatz. Ein schönes Sachbuch, wie ich es immer wieder gerne lese. 

Rituale

Gestern, vorm Besuch im kir, stiessen wir mit dem üblichem Ritual an. Der, der trinken will, klopft zweimal mit dem Glas auf den Tisch, die anderen antworten mit einmaligem Klopfen, danach wird angestossen (in die Augen schauen!), mit nochmaligem Klopfen geerdet, und dann darf endlich getrunken werden. (Ich weiss: Dieses Ritual ist an sich schon bizarr, aber das ist ein anderes Thema)

Worauf ich hinauswill: Die Verletzung der „In-die-Augen-schauen“-Regel zieht 7 Jahre schlechten Sex nach sich! Die Frage, die nun alle Junggesellen brennend interessieren wird ist:

Ist schlechter Sex schlechter als gar kein Sex?