Wen ich nicht mehr in irgendein Amt wähle…

…Aaron König. Garantiert nicht mehr, der Mann gehört meines Erachtens aus seinem Amt gefeuert.

Man mag über Religion, Volksentscheide und all das, was darum herum angesiedelt ist denken was man will. Aber er schreibt folgendes pauschal über den gesamten Islam als Volksreligion:

Eine politisch-totalitäre Bewegung, die sich anderen Glaubens- und Denkrichtungen überlegen fühlt und den Anspruch hat, Andersdenkende zu bekehren und gegebenenfalls zu töten*, steht hingegen nicht unter dem Schutz der Religionsfreiheit

Das mag ich nicht mehr mit „naiv“, „unglücklich zitiert“, oder sonstwas entschuldigen, das ist dumm bis gefährlich, und näher an der Volksverhetzung denn an einem politischen Kommentar.

PS: Ich persönlich halte von organisierten Religionen jeglicher Art per se nichts. Bin ja zudem noch Atheist. Und ich bin mir bewusst, dass es in einigen Religionsgemeinschaften eine sehr unglückliche Verquickung von dummen Sitten und Religion gibt, die manche Dinge noch schlimmer machen. Dennoch würde ich mir nie einbilden, Menschen ihre Religion zu verbieten.

Anders sieht es bei der Ausübung religiöser Praktiken aus, wenn diese gegen das Strafrecht oder gar gegen die Menschenrechte verstoßen. Aber dem Bau von Gebetsstätten? Also wirklich…

25 Gedanken zu „Wen ich nicht mehr in irgendein Amt wähle…

  1. Jein.

    Die dort aufgeführten Aktionen sind teilweise unüberlegt, nie aber „ultrarechts“ gewesen, dagegen verwehre ich mich. „Informatiker-Syndrom“ trifft es ganz gut: Hier wurden in guter Absicht und von mir aus auch aus Naivität Dinge sehr ungeschickt gesagt und getan. Dennoch stehe ich zum Beispiel weiterhin dahinter, dass das Interview von Andreas Popp ja ganz klare Aussagen kontra Rechts enthält. Aarons Posts überschreiten hier aber eine Grenze.

  2. „Eine politisch-totalitäre Bewe­gung, die sich ande­ren Glau­bens– und Denk­rich­tun­gen über­le­gen fühlt und den Anspruch hat, Anders­den­kende zu bekeh­ren und gege­be­nen­falls zu töten*, steht hin­ge­gen nicht unter dem Schutz der Religionsfreiheit“

    Oh ja, ihr Christen seid da ja ganz anders… so etwas gab es noch NIE!!1112 bei euch…

  3. Pingback: Yeahblog ~
  4. Der angegriffene Satz ist doch vöiig Banane: „Eine politisch-totalitäre Bewe­gung, die sich ande­ren Glau­bens– und Denk­rich­tun­gen über­le­gen fühlt und den Anspruch hat, Anders­den­kende zu bekeh­ren und gege­be­nen­falls zu töten*, steht hin­ge­gen nicht unter dem Schutz der Religionsfreiheit“. Den Satz unterschreibe ich sofort. Heißt ja, dass Religionen a) nicht politisch agitieren sollten und b) dass Religionen ihren Missionarischen Eifer endlich stecken lassen sollten. Ob der abstrakte Sachverhalt konkret auf Islam-Gläubige in der Schweiz zutrifft? Weiß ich nicht. Letztlich weiß man auch nicht, was Aaron König eigentlich präzise meint, weil er nicht in der Lage ist, sich präzise auszudrücken. Das einzige, worüber man sich daher hier aufregen kann, ist das unsaubere Denken, faktenarme Argumentieren und das schlechte Formulieren. Merkwürdig – warum bloggen solche Leute, wenn Sie keinen klaren Gedaken haben und auch noch unfähig sind, den auszudrücken?

  5. Ich weiß ga rnicht was ie Aufregung soll. Aaron hat nun mal die Wahrheit gesagt.

    „Eine politisch-totalitäre Bewe­gung, die sich ande­ren Glau­bens– und Denk­rich­tun­gen über­le­gen fühlt und den Anspruch hat, Anders­den­kende zu bekeh­ren und gege­be­nen­falls zu töten*, steht hin­ge­gen nicht unter dem Schutz der Religionsfreiheit“

    Ich unterschreibe diesen Satz auch sofort.

    Und ich bin in einer Multikulti Familie großgeworden. Dieses Experiment ist kläglich gescheitert, leider.

  6. Aaron König hat vollkommen Recht – es geht dabei nicht um eine Religion; sondern um eine politische Bewegung. Ich selber habe viel Freunde, die nicht wegen dem schlechten Wetter aus ihre Heimat zu uns gezogen sind. Auch ist die Ditip der falsche Ansprechpartner für solche Angelegenheiten und doch, findet sie ihren Platz in den Medien als Ansprechpartner für alles Muslime. Damit es nicht zu >>Deutsch<< wird, lasst doch einfach die Betroffenen sprechen – mit dem Zentralrat der EX-Muslime (ex-muslime.de) findet sich ein guter Anfang. Argumente und Gegenargumente haben diese Menschen mit Sicherheit schon angefertigt. Wenn ich darf, dann möchte ich zum Thema noch einen Kommentar verlinken, den Michael Schmidt-Salomon verfasst hat, um die Wogen zu glätten: http://hpd.de/node/8349

  7. Man mag den Satz ja alleinstehend so unterschreiben können. Aber nicht im Kontext der Volksabstimmung, nicht im Kontext Islam an sich. Das ist das fatale und auch das, was in der ganzen Zensursuladebatte so genervt hat. Irgendwelche Dinge in einen Kontext stellen, und dann den Anschein erwecken, es hätte direkt etwas miteinander zu tun.
    Es gibt Kinderpornos im Internet, also ist das Internet Böse, und deshalb dürfen wir sperren.
    Aaron sagt das zwar nicht so klar, aber man könnte es so lesen:
    Es gibt Islamisten, die Leute töten, also ist der Islam Böse, deshalb dürfen die keine Minarette bauen.

  8. Es gibt Christen, die Leute töten und Kinder vergewaltigen, also ist das Christentum Böse, deshalb dürfen die keine Kirchen bauen.
    Es ist an der Zeit, Religion, wie sie aktuell existiert, abzuschaffen. Allem voran der Unterricht in der Schule!

  9. Wo ist der Original-Link zur Quelle?! Ich möchte das Zitat im Zusammenhang lesen.

    Orkpiraten sagen: „Das ist dumm bis gefähr­lich, und näher an der Volks­ver­het­zung denn an einem poli­ti­schen Kommentar.“

  10. So sieht er aus, der vollzogene Rechtsruck.
    Da wird plump suggestiv kategorisiert. Dann wird diese Kategorie verallgemeinert und verteufelt.

    Und der entscheidene Punkt: Er wird sogar noch verteidigt, weil er ja angeblich recht habe.

    „Eine politisch-totalitäre Bewe­gung“
    Er spricht im Kontext über den Islam insgesamt. => Verallgemeinerung

    „[…]die sich ande­ren Glau­bens– und Denk­rich­tun­gen über­le­gen fühlt und den Anspruch hat, Anders­den­kende zu bekeh­ren und gege­be­nen­falls zu töten[…]“
    Hier wird verteufelt.

    „[…]steht hin­ge­gen nicht unter dem Schutz der Religionsfreiheit[…]“
    Kategorisierung: Islam ist schlechter als andere Religionen.

    Glückwunsch zu diesem Klassiker.

    Auf so einen Vorstand könnt ihr mal so richtig stolz sein. Das hätten einschlägigere Parteien damals wie heute nicht besser hinbekommen.

  11. @JollyOrc Je zu seinem Blogeintrag. Muss mich hierfür entschuldigen, dass es mir nicht gleich ins Auge gesprungen ist. Jetzt konnt ich auch das Ende des Satzes lesen: “ – denn Freiheit geht immer nur so weit, wie sie die Freiheit eines anderes nicht verletzt.“

    Mit meinem Zitat aus deinem Eintrag wollte ich auch mal einfach so nen Satz von dir aus dem Zusammenhang reißen. Um am aktuellen Beispiel zu zeigen, wie etwas in den falschen Hals gelangen kann.

    Ich will mich nun mit meinen Kommentaren zurückhalten, denn ich will nicht streiten sondern meine Sicht auf diesen Blogeintrag zeigen.

    Danke für deine Antwort.

  12. Tja, Mordor läßt grüßen.

    Da habt ihr euch einen schönen Ringgeist eingefangen.

    Eine Partei, die jemanden wie Aaron Koenig an herausgehobener Stelle in ihren Reihen aufstellt, werde ich weder wählen noch sonstwie in Zukunft unterstützen.

  13. Pingback: Aufgemerkt ~

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