iPhone & SIMLocks

Nachdem Apple nun gerade vor Firmwarehacks warnt, regen sich ja alle nochmal über das SIMgelocke des iPhone auf. Mag ich ja auch überhaupt nicht. Aber was soll Apple sonst machen?

Eines der (meiner Meinung nach) Killerfeature des iPhones,Visual Voicemail setzt nun einmal besondere Funktionalität auf Providerseite voraus. Funktionalität, die der Provider a) von Apple lizenzieren muß, und die b) garantiert nicht jeder Provider anbieten will/kann.

Also bleibt Apple entweder die Option zu sagen „ja, diese tolle Funktion könnt Ihr als Kunde haben, aber nur, wenn der Provider das vielleicht mal nachrüstet“ oder eben einem Provider das Ganze als Deal schmackhaft zu machen (Exklusivrechte, Werbung auch über Apple, etc.) damit der auch für die entsprechende Funktionalität im Netz sorgt.

Die erste Variante wäre vielleicht Verbraucherfreundlicher, würde aber mit ziemlicher Sicherheit dafür sorgen, dass Features wie Visual Voicemail noch eine ganze Weile so gut wie nicht verfügbar wären.

Wir sind Telekom?

Mike bei Screwtape’s erklärt den Zusammenhang zwischen dem Telekom Niedergang und der Geiz-ist-Geil-Mentalität:

Wie bereits erwähnt ist der Fall Telekom ein recht schönes Zerrbild
unserer gegenwärtigen Gesellschaft. Wir honorieren die Bemühungen
derjenigen, die ihre Interessen am rücksichtslosesten durchsetzen. Weil
wir es nämlich genau so machen würden. Gleichzeitig geißeln wir aber
auch diese Rücksichtlosigkeit die wir mit unseren eigenen Handlungen
fördern. In diesem Sinne ist jeder von uns im Management, jeder ist
Ver.di, jeder ist aber auch Arbeitnehmer die unter dem Druck des
Wettbewerbs stehen. Wir sind Telekom und am Ende kommt alles immer zu
einem zurück.

Dem wäre nichts hinzuzufügen, wenn, ja wenn nicht die Sache auch etwas anders wäre:

Vor Jahren hiess es mal, dass demnächst auch andere Anbieter Telefon‐ und Internatanschlüsse verkaufen dürften, Anbieter die nicht Post bzw. Telekom hiessen. Damals habe ich jedem der nicht gleich vor mir weglief erzählt, dass ich dann sofort wechseln würde, und wenn das neue Angebot teurer sei.

Das hab ich dann auch gemacht. Ich wahr wohl einer der allerersten Arcor ISDN und dann DSL‐Kunden. Nicht weil es billiger war, sondern weil (zumindest damals) der Arcor‐Service meilenweit besser war.

Später bin ich dann zu Hansenet gewechselt, aus dem gleichem Grund: Besserer Service. Heute sieht es zwar nicht mehr ganz so rosig aus, aber es bleibt: Ich gehe zu dem Telefonanbieter, der mir am wenigsten Kummer bereitet. Jede meiner Begegnungen mit der Telekom von 1995 bis heute hat mich nur Zeit und Nerven gekostet (vom Geld mal ganz zu schweigen. Das auch, aber das kostet es halt immer).

Wenn mich ein Kunde fragt, rate ich fast nie zu einem Telekomanschluss. Evtl. als Geschäftskunde, aber für Privatleute? Nie. Es macht schlicht zu viel Ärger. Und das kriegt man auch nicht in den Griff, wenn man Kosten spart. Das ist ein prinzipielles Problem…

Des Apfels neuer Fernsprecher

Warum alle Welt das "iPhone" hyped? Ganz einfach: Apple hat es geschafft, die Bedienung in sich stimmig hinzukriegen, die wichtigsten Applikationen einzubauen, und dann noch das ganze angenehm zu verpacken.

Fragt das FSM, ich bin sicherlich kein Apple‐Jünger. Aber was bislang auf der Apple‐Seite zu sehen ist gefällt mir. Hervorzuheben ist, dass, anders als bei Windows Mobile Geräten, die GUI aller Anwendungen augenscheinlich komplett an das Medium angepasst ist. Gekoppelt mit dem sehr scharfen Display ergibt das eine vernünftige Bedienung.

Was ich mich allerdings frage: Wie gut ist die Einhand‐Fähigkeit? Das ist nämlich etwas, was ich an meinem VPA Compact S vermisse. Mit dem ollen Nokia 6310 konnte ich ohne Probleme einhändig Nummern wählen, SMS schreiben, Anrufe annehmen, wegdrücken, etc. Ohne „echte“ Tasten und gerade mit Windows Mobile macht das keinen Spass, bzw. funktioniert es einfach nicht. Wenn Apple das gelöst hat, sind sie nämlich doch innovativ.

PS: Cisco hat den Klagereigen eröffnet. Als Firma stellt sich Apple ziemlich unachtsam mit den Marken anderer dar. Im Gegensatz zu ihren Eigenen. Ich mein ja nur.

Telekomiker

Golem​.de berichtet: „Telekom will Webanbieter zur Kasse bitten“.

Grob zusammengefasst lautet die Argumentation so: Die Telekom will superschnelle Glasfasernetze bauen. Das kostet. Diese Kosten sollen nun auch von den Inhaltsanbietern hereingeholt werden, nicht nur von den Endkunden. Wer nicht bezahlt, ist nicht (schnell) erreichbar.

hmm..

Bei den Kommentaren von Golem​.de zum Artikel geht es hoch her, die Aufregung ist gross. Ich denke, wir sollten mal konkretere Aussagen abwarten: Inhaltsanbieter zahlen doch sowieso!

Nämlich für ihre eigene Internetanbindung. Und je schneller die sein soll, desto mehr müssen sie zahlen. Ganz normal.